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Aus der Geschichte der evangelisch methodistischen Gemeinde
Evangelisch-Methodistische Kirche
Geschichtliches (nach Brockhaus)
Methodisten ist die Bezeichnung für die Anhänger verschiedener christlicher Kirchen, die sich im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Erweckungsbewegung im angelsächsischen Sprachraum gebildet haben. Durch Lektüre und Frömmigkeitsübungen sollte eine intensive Glaubenserfahrung der einzelnen auf der Basis der reformatorsichen Rechtfertigungslehre erreicht werden. Zur schnellen Ausbreitung der Bewegung trug die planvoll organisierte Evangelisation bei sowie die Sammlung der Anhänger in kleinen Gruppen ("Klassen"), die von einem "Klassenleiter" systematisch zum geistlichen Fortschritt geführt werden sollten. Zur Predigt, der dabei große Bedeutung zukam, wurden - entgegen dem anglikanischen Brauch - auch nicht ordinierte Laien berufen.
Ursprünglich hatten die Methodisten nicht die Absicht, eine eigene Kirche zu gründen; die Zurückhaltung seitens der anglikanischen Kirche sowie das Bemühen, die Evangelisation den Verhältnissen unter den Einwanderern in Nordamerika anzupassen, führten jedoch 1784 zur Organisation einer unabhängigen Bischöflichen Methodistenkirche. Durch Abspaltung und Neugründungen entstanden in der folgenden Zeit weitere methodistischen Kirche. So entstand eine deutschsprachige methodistische Gemeinschaft (seit 1816 als evangelische Gemeinschaft bezeichnet), die sich bis Kanada und seit 1850 durch die Rückkehr deutscher Auswanderer auch in Deutschland verbreitete.
1968 schlossen sich die Anhänger der Bischöflichen Methodistenkirche und der Evangelischen Gemeinschaft zur Evangelisch-Methodistischen Kirche zusammen. Im deutschen Sprachraum erfaßt sie rd. 110 000 Mitglieder.
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Mögliche Aussagen zur Eichwalder Kirche:
Wo wurde vor Gründung einer eigenen Kirche der Gottesdienst besucht?
Mit wieviel Angehörigen wurde eine eigene Eichwalder Gemeinschaft gebildet?
Wo wurde nach Gründung einer eigenen Gemeinschaft der Gottesdienst abgehalten?
Wann wurde das Gelände in der Schulzendorfer übernommen und ein eigenes Gebäude gebaut?
Wann bekam das Kirchengebäude den Namen Eben-Ezer ("Stein der Hilfe", biblischer Ortsname in den Philisterkämpfen genannt)? Gab es eine Umbennung, da der Name nicht mehr am Gebäude zu lesen ist?
Wer waren bzw. sind die Prediger der Eichwalder Kirche?
Wichtige Ereignisse aus dem Kirchenleben?
Verbindungen zu Nachbargemeinden?
Verbindungen zu anderen Kirchen?
Die Evangelisch methodistische Kirche "Eben-Ezer" in Eichwalde
Die Ortskirchengeschichte der Evangelischen Gemeinschaft mit ihrer "Eben-Ezer" Kirche in Eichwalde begann 1947 mit Evangelisations-Versammlungen in der Aula des jetzigen Gymnasiums. Da die Weiterführung dieser Veranstaltungen in der Schule nicht mehr geduldet wurde, suchte die Kirchengemeinde geeignete Räume für die Weiterführung des sehr gefragten Gottesdienstes. Zwischenzeitlich fanden die Veranstaltungen in Privathäusern statt.
Das jahrelang halbfertig dastehende Gebäude in der Schulzendorfer Straße Ecke Gerhart-Hauptmann-Allee bot sich für unsere Zwecke als geeignet an. Der damalige Pastor Siepmann konnte Gelände und Rohbau im Auftrag der Kirche käuflich erwerben.
Unter starker Beteiligung der inzwischen 60 bis 80 Gläubigen starken Kirchengemeinde wurde der Ausbau begonnen. Viele Arbeiten wurden unter großen Schwierigkeiten selbst ausgeführt.
Die Einweihung des Gotteshauses fand am 19. Februar 1950 statt. Es erhielt den Namen "Eben-Ezer" - zu deutsch "Stein der Hilfe" - in Erinnerung an die vielen Hilfen, die die Kirchengemeinde in dieser Aufbauzeit durch Gottes Beistand erfahren hat. Diese Hilfe ist bis zum heutigen Tage zu spüren.
1968 wurde die Evangelische Gemeinschaft mit der Bischöflichen Methodistenkirche vereinigt und bekam den Namen Evangelisch methodistische Kirche.
Seit 1950 finden regelmäßig an jedem Sonntag Gottesdienste und an jedem Mittwoch Bibelstunden statt. Es bildete sich ein gemischter Chor und ein Posaunenchor.
Jugendrüsten und auch Frauen- und Männerrüstzeiten fanden unter starker Beteiligung statt. Die Teilnehmer kamen aus vielen Gebieten Deutschlands. Für die Unterbringung wurde der Dachboden spartanisch einfach ausgebaut. Zuerst schlief man auf Strohsäcken. Später wurden Bettgestelle gebaut. 20 bis 30 Personen fanden dort Platz. In den letzten Jahren genügten die Ausrüstungen nicht mehr den Anforderungen. Dadurch finden die Rüstzeiten jetzt in Häusern anderer Kirchengemeinden statt. Rüstzeiten sind Tage, an denen die Teilnehmer ihren Urlaub gemeinsam verbringen, dabei die Bibel kennenlernen und die Arbeit mit ihr.
Jetzt führen wir verstärkt in regelmäßigen Abständen Kindernachmittage durch. Höhepunkte sind Veranstaltungen an Wochenenden, auf denen wir kindgemäß das Wort Gottes anbieten. Spaß, Spiel, Gesang und auch Bastelarbeiten kommen nicht zu kurz.
Jeden Montag treffen sich die Senioren der Kirchengemeinde bei Kaffee und Kuchen zu Gesprächen, Reiseberichten (mit und ohne Videovorführung) und allgemein interessierenden Fragen. Dabei sind Gäste immer willkommen.
Das wichtigste Ereignis im Leben unserer Kirchengemeinde war die Einweihung der "Eben-Ezer-Kirche" am 19. Februar 1950. In Erinnerung an diesen Tag werden regelmäßig Jahresfeste gefeiert. Weitere Höhepunkte sind Trauungen, Taufen, Einsegnungen, Rundfunkgottesdienste, Chorkonzerte mit der Kantorei des Berliner Domes oder dem eigenen Gemeindechor, Missionsbasare mit im Frauenkreis angefertigten Handarbeiten. Nicht zu vergessen sind die Evangelisationen der früheren Jahre.
Es bestehen feste Verbindungen zu anderen Evangelisch methodistischen Kirchen innerhalb Berlins. Unser jetziger Pastor Lüken betreut gleichzeitig die Kirchengemeinde in Berlin-Neukölln. Bedeutsam sind dabei die Treffen mit allen Evangelisch methodistischen Kirchen aus Berlin und Umgebung.
Gute Kontakte bestehen zur Evangelischen Kirche, zur Landeskirchlichen Gemeinschaft und zur Katholischen Kirche.
Unsere Kirche ist eine Freikirche. Sie erhebt keine Kirchensteuer. Die Mitglieder werden durch eigenen Wunsch und durch ein öffentliches Bekenntnis zum Christlichen Glauben in die Kirchengemeinde aufgenommen. Nach den persönlichen Möglichkeiten werden freiwillige Mitgliedsbeiträge gezahlt.
Die Pastoren werden in gewissen Abständen in andere Kirchengemeinden versetzt. Dadurch hat unsere Gemeinde in den 47 Jahren ihres Bestehens jetzt den siebten Pastor.
Stand November 1997
Lieselotte Häring
...und nun ein paar Fotos
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Bilder vom Gottesdienst zur Einführung von Pastor Holger Sieweck
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