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Freiwillige Feuerwehr Eichwalde

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Aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Eichwalde

Versetzen wir uns zurück in das Jahr 1648; in Deutschland ist der 30jährige Krieg zu Ende gegangen und
7 Jahre später konstruierte ein Erfinder namens Hautsch eine der ersten funktionsfähigen Feuerwehrspritzen.
Ein monströses Gerät, das alleine 28 Mann als Pumpenmannschaft benötigte.

Das heutige Eichwalde ist zu dieser Zeit auf den Landkarten noch als Rittergut Radeland verzeichnet, und bis um 1781 zwei Pfälzer Einwandererfamilien die ersten Erbzinsstellen auf dem heutigen Gebiet belegten, gingen noch einmal gut 100 Jahre ins Land.
Inzwischen war der Druckschlauch  erfunden und die ersten Schubkarrenpumpen mit einer Förderleistungen von 100 - 120 Litern in der Minute waren im Einsatz.


Radeland wechselte noch einige Male den Besitzer und gehörte zuletzt dem Holzhändler W. Rückhard zu Berlin.
Dieser hatte die Absicht, auf dem Gelände eine Kolonie zu gründen und erhielt am 8. April 1890 die nachgesuchte Ansiedlungsgenehmigung.
Nachdem der wertvolle Eichenbestand gefällt war, stand den regen Kaufinteresse nichts mehr im Wege, und so gründete sich noch vor der Gemeinde Eichwalde im Jahre 1892 der Siedlerverband.

Am 20.3.1893 wurde nun endlich die Gemeinde Eichwalde gegründet, Parzellierung und Bebauung schritten
zügig voran, so daß auch der Schutz vor Feuer und Gefahr zu einem immer dringlicherem Anliegen wurde.
So hatten sich bereits am 8.8.1894 61 Männer gefunden, die zum Handeln bereit waren und die
Freiwillige Feuerwehr Eichwalde gründeten. 28 von ihnen erklärten sich zum aktiven Dienst bereit.

 

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Gründungsfoto der Freiwilligen Feuerwehr Eichwalde



Am 14.8.1894 wurde das Kommando der Wehr gewählt:

Oberführer Carl Otto Hoepke, stellvertretender Wehrführer Kamerad Sporleder ,
Zugführer Kamerad Wichers und Kamerad Neumann ,
Stellvertretende Zugführer Kamerad Liepelt , Kamerad Seipolt und Kamerad Behrendt.

Zu dieser Zeit begingen in Deutschland einige Feuerwehren bereits ihr 50 jähriges Jubiläum, und auch die Technik erlebte eine stürmische Entwicklung. So setzte man bereits Balanceleitern mit einer Steighöhe von
19 Meter ein, und Pferdebespannte Handdruckspritzen mit einer Pumpenleistung von 250 Litern in der Minute gehörten zur Ausrüstung der Feuerwehren.
In Eichwalde bekam die Feuerwehr anlässlich ihrer Gründungsfeier am 7. Oktober 1894 folgende Geräte überreicht:


1 Handdruck- und Saugspritze für Pferdebespannung

1 Wasserwagen für Pferdebespannung

1 Fahrbare Wasserthieme (Bild hier)

1 Ausziehleiter

4 Hakenleitern

28 komplette Ausrüstungen.


Die ersten Einsatzpferde wurden vom Eichwalder Fuhrgeschäft Wilhelm Gärisch und dem Kohlehändler Wiecke ( Petschner ) gestellt.

Es dauerte gar nicht lange, bis die Pferde dann schon alleine wussten, wo sie sich einzufinden hatten, wenn der Ruf nach der Feuerwehr im Ort erschallte.

Als erste Feuerprobe bekämpften die Eichwalder Kameraden einen Brand im Chemiewerk Hoherlehme. Dieser erste überörtliche Einsatz erforderte 12 Stunden angestrengter Arbeit.

Am 1. Dezember 1894 bekam die Eichwalder Feuerwehr einen neuen Wehrführer, Kamerad Sporleder übernahm das Amt des Wehrführers, da Kamerad Hoepke aus Eichwalde wegzog.
Unter der Führung des Kameraden Sporleder wurde ein behelfsmäßiger Steigerturm gebaut, der aber auf polizeiliche Anordnung wieder abgerissen werden mußte, da er eine Unfallquelle darstellte.

1897 zählte die Wehr nur noch 9 aktive Kameraden und 33 passive Mitglieder sowie die Ehrenmitglieder Gemeindevorsteher a.D. Schmidt, Gemeindevorsteher Boltz und die von der Generalversammlung neu ernannten Ehrenmitglieder Graef und Grunow.
Im Jahre 1898 genehmigte man den Bau eines Steigerturms auf dem Grundstück Bismarckstraße 19

( heute Walter - Rathenau - Straße ), und die Kosten von 497,50 M trug die Gemeinde.

Die Zahl der Mitglieder war inzwischen auf 12 angewachsen, fördernde Mitglieder zählte man sogar 105.
Eine weitere große Errungenschaft stellten die im Jahr 1901 geschaffenen Flachspiegelbrunnen dar.
Acht an ihrer Zahl waren über den Ort verteilt. Zum Fuhrpark der Wehr zählten inzwischen eine vierrädrige Hand-, Druck- und Saugspritze, eine zweirädrige Abprotzspritze und ein vierrädriger Wasserwagen.
Nachdem Kamerad Lück kurze Zeit die Wehr führte, wurde er vom Kamerad Herrmann Engelbrecht abgelöst, und bereits im Dezember 1900 ging das Amt des Wehrleiters an Kamerad Emil Röthke über.
Bis zum 1. Weltkrieg ging es in der Wehr stetig voran. Eine Schlauchwaschmaschine, ein Rauchhelm mit Luftzuführung, ein 20 Meter Rettungsschlauch und ein Sauerstoffapperat wurden im Laufe der Jahre beschafft. Am 16.10.1908 wurde der Schriftführer der Wehr, Max Ehlers, zum Ehrenmitglied ernannt.

 

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Die Eichwalder Feuerwehr im Jahr 1908



Im Jahre 1913 bekam die Feuerwehr eine 21 Meter hohe Magirusleiter in ihren Bestand, die die Ausrüstung komplettierte.
Noch 1955 wurde diese Leiter zur Bekämpfung eines Brandes im Schloß Königs Wusterhausen eingesetzt und erst 1962 wurde Sie außer Dienst gestellt.
Im Jahre 1919 erweiterte man auch das Depot und errichtetet einen neuen Steigerturm auf dem Schulhof.

Als wenig später der erste Weltkrieg ausbrach, wurden 24 der 30 Kameraden eingezogen.
Nach Beendigung des Krieges trauerte die Wehr um 4 ihrer Kameraden:


Kamerad Nickler, Kamerad Timm, Kamerad Rohloff, Kamerad Goebel.

Während der Kriegsjahre führte der Kamerad Willi Pohl die Wehr.
Unter der Führung des Kameraden Röthke kämpft die Wehr gegen die Folgen des Krieges, wenn auch die Folgen nicht spurlos an der Eichwalder Feuerwehr vorbeigingen, so verstand es der aus dem Felde zurückgekehrte Kamerad Röthke doch, den Kern der Wehr zusammenzuhalten.

Am 30. Juni 1923 wurde Paul Priebe durch die Generalversammlung zum Nachfolger Röthkes gewählt.
Der Kamerad Röthke starb im Alter von 48 Jahren bei einem Unfall. Er hatte in fast 25 jähriger Dienstzeit die Wehr 23 Jahre lang geführt.

Während der Dienstzeit des Kameraden Priebe hatte die Wehr mit der Inflation fertig zu werden. Zwar gab es keine neuen Anschaffungen, jedoch konnte die Wehr mit Stolz sagen, das der Bestand im vollen Umfange erhalten wurde.

Da der Kamerad Priebe durch seine Arbeit als Polizeibeamter stark überlastet war, gab er das Amt des Wehrführers wieder ab.
Am 5. Juni 1926 wurde Karl Koser Wehrleiter der Eichwalder Feuerwehr.

Im Jahre 1928 setze die Motorisierung der Wehr ein. Oft und gerne stellte Kamerad Franz Feiler eines seiner Fahrzeuge zur Verfügung.

Auch das erste Kraftgerät, eine Lafettenmotorspritze mit einer Leistung von 1000 Litern in der Minute wurde 1928 in Dienst gestellt.
Diese erste große Anschaffung nach Überwindung der Inflationsfolgen kostete 7500,- RM. 3000,- RM erhielt die Wehr vom Kreis Teltow, 2000,- RM vom Teltower Kreisverein, 600,- RM vom Haus- und Grundbesitzerverein, vom Siedlerverein Eichwalde 100,- RM und 100,- RM von der Courier-Siedlung.

Der Druck des Eichwalder Wasserwerkes betrug nur ca. 2 bis 2,4 Atm. Und durch die neue Spritze konnten nun auch Brände an hohen Bauwerken wirksam bekämpft werden.
Im Mai brannte der vor 10 Jahren erbaute Steigerturm durch Funkenflug ab. Nach Beendigung der Löscharbeiten wurde festgestellt, daß der noch vorhandene Rest abgebrochen werden musste.

In dieser Zeit erkannte die Gemeinde, daß es notwendig war die Wehr zu motorisieren. Nach einem Entwurf von Oberfeuerwehrmann Richard Molitor wurde ein Fahrzeug, das Zug- Geräte- und Angriffswagen in sich vereinte, in Auftrag gegeben.

Die Firma Kobow  in Neukölln verwirklichte den Entwurf für 5777,- RM. Aus den Reihen der Feuerwehr wurden dafür 500,- RM bereitgestellt. Der verbleibende Betrag wurde vom Kreis Teltow, der Gemeinde und Spendern finanziert.

Neue Satzungen brachte das Jahr 1929. Fortan stand die Wehr unter dem Vorsitz des Gemeindevorstehers.
In Eichwalde trat der Gemeindevorsteher dieses Amt 1930 an den Gemeindevertreter Max Lehmann ab.

In der Generalversammlung vom 26.4.1930 wurde Max Lehmann zum 1. Vorsitzenden und Paul Michaelsen zum 2. Vorsitzenden gewählt.

Am 11.4.1931 übernahm Paul Michaelsen das Amt des 1. Vorsitzenden, das Amt des 2. Vorsitzenden blieb unbesetzt. An diesem Tage zählte die Wehr 38 aktive Mitglieder. Am 8. April 1933 übernahm Amts- und Gemeindevorsteher Friedrich wieder das Amt des Vorsitzenden.

Inzwischen taten 41 Feuerwehrmänner aktiven Dienst in der Wehr. 210 passive Mitglieder förderten die Wehr und 4 Ehrenmitglieder gehörten in die Reihen der Eichwalder Feuerwehr.
Eine grundlegende Änderung für die Feuerwehr brachte das Jahr 1933.

Am 15.12.1933 trat das neue Gesetz über das Feuerlöschwesen in Kraft. Nach diesem Gesetz hatte in jedem Polizeibezirk eine leistungsfähige Feuerwehr zu bestehen. Diese sollte eine freiwillige Feuerwehr sein und in das Vereinsregister eingetragen werden.

Der Beschluss über den Eintrag in das Vereinsregister wurde von den Eichwalder Kameraden am 8.3.1934 gefaßt.

Eine weitere Änderung war, das alle Kameraden über 60 nicht mehr am aktiven Dienst teilnehmen durften und fortan der Altersabteilung angehörten.

Durch eigene Mittel finanzierten die Kameraden den Umbau eines Benz-Personenwagens der Platz für 6 Mann bot. Wenig später kam noch ein Packard Personenwagen nach Eichwalde, der dem Oberbrandmeister Koser zur Erfüllung seiner Aufgaben als Wehrleiter und Bezirkskommandant zur Verfügung stand.

 

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Zeitungsbericht über Oberbrandmeister Karl Koser aus dem Jahr 1932

 

Der langgehegte Wunsch nach einer Sirene im Ort erfüllte sich 1935. Im Jahre 1936 wurde die Feuerwehr als polizeiliches Hilfsorgan anerkannt. Ein Ausbildungstrupp unter Leitung des Kameraden Priebe gründete sich 1937. Ziel des Trupps war es, daß Anwärter nach erfolgreicher Prüfung innerhalb eines halben Jahres als Feuerwehrmann in die Reihen der Wehr übernommen werden konnten.

Ihren Ausbildungsstand schätzt die Wehr wie folgt ein:

Die Wehr ist in dieser Weise derzeit schlagfertig und einsatzbereit. Sie ist unermüdlich bestrebt, durch Ausbildung und Übung den im Feuerlöschgesetz gestellten Bedingungen gerecht zu werden, um stets zu schützen des nächsten Hab und Gut und ihm bei allen Anlässen ein Helfer zu sein getreu dem Wahlspruch: "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr !"

Das Jahr 1939 brachte neue Ausbildungsvorschriften, in denen die Besonderheiten im Luftschutz eingearbeitet waren. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges bekam die Feuerwehr ein LF 25, dessen Motorspritze die beachtliche Förderleistung von 2500 Litern in der Minute aufwies. Die Zeit des Krieges brachte erneut Veränderungen mit sich. Die Wehr wurde durch 20 Dienstverpflichtete auf 60 Mann verstärkt und eine straffe Dienstorganisation eingeführt. Mit der Zeit der Bombennächte kam auch die Zeit übermenschlicher Leistungen durch die Feuerwehrkameraden.

Das Weihnachtsfest 1943 hielt leider auch in Eichwalde mit Tod und Zerstörung seinen Einzug. Die Schicksalsstunde für die Gemeinde schlug am 24.12.1943 um 3.30 Uhr durch einen Bombenangriff. Die alarmierte Feuerwehr war an 18 Stellen eingesetzt. An diesem Tag waren 29 Tote in unserem Ort zu beklagen.

Eine Zusammenfassung der Fliegeralarme für unseren Ort in der Zeit vom 9.11.1942 bis zum 23.4.1945 soll verdeutlichen, welche Belastungen, Schrecken und Not diese Zeit für die Bevölkerung und die Kameraden bedeutete. Das Jahr 1943 brachte 65 Fliegeralarme mit 4 schweren Einsätzen, 1944 wurden 92 Alarme ausgelöst, in 6 Fällen war ein größerer Einsatz erforderlich. 1945 waren sogar 113 Alarme zu verzeichnen mit
8 schweren Einsätzen, die teilweise über mehrere Tage dauerten.
Über die Kriegsjahre kamen so 271 Alarme mit 18 Einsätzen, bei denen mit 3 Löschgruppen gefahren wurde, zusammen. Die Einsätze führten die Wehr dabei auch in die weitere Umgebung, so zum Beispiel nach Zossen, Schöneweide, Neukölln und auch Charlottenburg.
Mitunter leisteten die Feuerwehrleute ihren Einsatz unter dem Beschuß der alliierten Truppen. Während dieser Zeit lag die Dienstbeteiligung bei rund 22 Kameraden pro Einsatz. Abschließend muß noch gesagt werden, daß nach dem Angriff auf Eichwalde vom 24.12.1943 keine exakten Einzelheiten mehr über den Verlauf der Einsätze und Verluste durch die Angriffe eingetragen wurden.
Ein Kesselwagen mit 5000 Litern Fassungsvermögen und einer Pumpenleistung von 2500 Litern in der Minute kam 1944 noch zusätzlich in den Bestand der Eichwalder Feuerwehr.

Mit der Stunde Null am 8.5.1945 war die Schreckenszeit des Krieges beendet und auch die Stunde Null für die Eichwalder Feuerwehr hatte geschlagen. Die Löschfahrzeuge wurden requiriert und als Reparation abtransportiert.
Wenige Monate später beauftragte die sowjetische Administration die Gemeinde, für den Feuerschutz Sorge zu tragen.
Für die Aufstellung der Einsatzgruppe hatte Wilhelm Jakob Sorge zu tragen. Ihm gelang es, Major Kutznezow davon zu überzeugen, daß ein Fahrzeug erforderlich wäre, und so gab man aus beschlagnahmten Beständen ein 6sitziges Fahrzeug vom Typ " Adler " frei.
Umgebaut und mit einem Hänger für eine Tragkraftspritze versehen tat es fortan seinen Dienst in der Eichwalder Feuerwehr. Bis 1960 fuhren die Kameraden zu vielen Einsätzen mit ihrer  " Feurigen Isabella ".

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Die Feurige Isabella

 



Bedingt durch den harten Winter kam es im Frühjahr 1947 zu einer Hochwasserkatastrophe im Oderbruch. 17 unserer Kameraden wurden zu diesem Einsatz kommandiert, der Kreis stellte 41 Mann.

Aus Dankbarkeit spendete die Bevölkerung Naturalien an die Kameraden. Leider kam diese Zuwendung den Kameraden nicht zu Gute. Auf der Rückfahrt am 26.3.1947 wurden die Nahrungsmittel beschlagnahmt.

In dieser Zeit bürgerte sich auch die Unsitte ein, die Feuerwehr als Mädchen für alles einzusetzen. Auszug aus dem Dienstbuch:

Am 19.6.1947 wurde die Feuerwehr durch die Gemeindeverwaltung Eichwalde zum Abtransport von 225 eingetroffenen Flüchtlingen eingesetzt.

Der gegen 22.30 auf dem Eichwalder Güterbahnhof eingetroffene Flüchtlingszug wurde mit Unterstützung der Feuerwehrmänner entladen und das mitgeführte Gepäck und die Personen mittels LKW der Kameraden Mohaupt und Jacob zu ihrer Unterkunft befördert. Der Abtransport vollzog sich reibungslos. Irgendwelche Beanstandungen ergeben sich nicht. Die Namen sind: Jacob, Weinlich, Mohaupt, Thiele, Pangratz. Rückkehr zur Unterkunft 3 Uhr.     Jacob 5.7.47

In dieser Zeit wurde die Feuerwehr auch oft mit Aufgaben im vorbeugenden Brandschutz beauftragt. So waren die Notunterkünfte und Quartiere der Flüchtlinge und Umsiedler auf sichere Feuerstätten zu kontrollieren. Durch die gezielte Ausgabe von Bezugsscheinen für Ofenrohre, Knie und Vorlegebleche konnte mancher Wohnungsbrand verhindert werden.
Auch während der Ernte waren die Feuerwehrleute oft unterwegs, um die Ernte vor Bränden zu schützen und möglichst verlustlos zu bergen. Oft wurde diese zeitraubende Arbeit mit leeren Magen in der knappen Freizeit ausgeführt.
Anfang der 50er Jahre erschien es den Feuerwehrleuten mitunter so als ob es den Behörden nicht ganz klar zu sein schien, was zu den Aufgaben der Feuerwehr gehört. So wurde die Feuerwehr zur Beseitigung eines Elsternestes oder zum Sammeln von Lindenblüten eingesetzt. Auch für das Anbringen von Transparenten und bei Klavier- und Flügeltransporten in der Schule und im Eichwalder Filmeck war die Feuerwehr eingesetzt.

Am 14.12.1951 wurde eine außerordentliche Versammlung einberufen, auf der Oberbrandmeister der VP
( Volkspolizei ), Köpke, erklärte, daß der Kamerad Wilhelm Jacob seines Amtes enthoben wird. Als Begründung wurde angegeben, daß der Kamerad bei einer politischen Überprüfung sowjetfeindliche Äußerungen machte, und dies sei eines Wehrleiters unwürdig. Auch der Protest der Kameraden gegen diese Entscheidung führte nicht zu einer Rücknahme. Der Kamerad Köpke sagte sogar, daß er die Selbstauflösung der Wehr in Kauf nehmen würde. Allerdings machte er das Zugeständnis, sich noch einmal bei seinen Vorgesetzten für den Kamerad Jacob einzusetzen.
Zunächst wurde der Kamerad Max Kowalski zum Wehrleiter gewählt.
Im Jahre 1953 ist die Stimmung der Wehr denkbar schlecht, da ihre Arbeit offenbar missachtet wurde.

Ohne Abstimmung mit der Eichwalder Wehr wurde der Abbau der Sirene angeordnet, wodurch ein großer Teil der Kameraden nicht mehr alarmiert werden konnte. Die Kameraden mussten immer wieder erfahren, wie Meldungen über im Einsatz zerstörter Zivilkleidung ignoriert wurden, während andere Organisationen bereits doppelt mit Einsatzbekleidung bestückt worden waren. Um eine Selbstauflösung der Wehr zu verhindern, findet am 3.7.1953 im Rathaus eine Sitzung statt. Durch die wachsende Unruhe und Unzufriedenheit in der Eichwalder Wehr sah sich Ortswehrleiter Kowalski zu diesem Schritt gezwungen. Eingeladen waren die Bürgermeisterin Frau Scholz, Lm. Gartenschläger, der Leiter des Kreisamtes der Volkspolizei Königs Wusterhausen, Kamerad Werder als Vertrauensmann des Sektors und die Vorsitzenden der Blockparteien.

Erschienen waren die Bürgermeisterin, Löschmeister Gartenschläger, Kamerad Werder, Herr Schulz als Vertreter der Blockparteien und 15 Kameraden der FFW Eichwalde.

Als erster Punkt stand der Abbau einer Sirene im Ort zur Diskussion. Da von ursprünglich 3 Sirenen nur noch 2 vorhanden waren, fiel ein großer Teil der Kameraden bei Einsätzen aus, da diese nicht mehr alarmiert werden konnten.

Außerdem erfolgte der Abbau ohne vorherige Rücksprache mit dem Brandmeister Kowalski.

Auch die Nichtachtung der Kameraden und ihrer Ausweise durch die Volkspolizei bei Wachen und Streifen wurde bemängelt.

Von der Abschaltung und der späteren Wiedereinschaltung der 2 Sirenen im Ort während des Ausnahmezustandes erfuhr der Wehrleiter nicht unmittelbar. So hätte es im Falle eines Brandes oder eines Unfalles zur Katastrophe kommen können.

Tatsächlich lag ein Verkehrsopfer über eine Stunde in der Friedenstraße bis der 3. Zug aus Königs Wusterhausen eintraf. Das Vertrauen der Bevölkerung zur einheimischen Wehr wurde durch solche Vorkommnisse erschüttert.

Für den zuletzt genannten Fall ist auch die Tatsache, daß die VP-Dienststelle nachts gar nicht und am Tage sehr oft nicht besetzt war, als Ursache zu benennen.

Auf 40,- DM als Ersatz für den Lohnausfall warteten die Kameraden seit Februar, und auch die Tatsache, daß im Einsatz Zivilkleidung der Kameraden beschädigt wurde und andere Organisationen reichlich, teilweise sogar doppelt mit Einsatzkleidung bestückt sind, nahm niemand zur Kenntnis.

So ging es in der Aufzählung weiter. Als krönender Abschluß wurde noch bekannt gegeben, daß seit 1.Mai ein Flügel im Depot stehe und trotz mehrfacher Versprechungen nicht entfernt wurde.

Insgesamt entstand so der Eindruck, daß auf die Tätigkeit der Kameraden kein Wert gelegt wurde und daher ist es den Kameraden auch nicht länger zuzumuten, daß sie ihre Zeit und unter Umständen ihre Gesundheit opfern.

Der Kamerad Kowalski hoffte auf Verständnis bei den Behörden und auf Besserung, um die Kameraden zum Wohle unserer DDR und der Bevölkerung bei der Stange halten zu können.

Der Kamerad Werder pflichtete den Ausführungen des Kameraden Kowalski im wesentlichen bei und stellte heraus, daß man den Wert einer Feuerwehr nicht unterschätzen sollte. Sie erhält gut ausgerüstet und ausgebildet bei den Einsätzen große Werte für das Volk.

Er forderte seinerseits mehr Verständnis für die Sorgen und Nöte der Feuerwehr von der Kreisleitung und der Gemeinde.

Im Gegensatz hierzu hielt Kamerad Gartenschläger die Sorgen der Kameraden für gering und unwesentlich.

Er verlor sich in seiner Rede in Wortklaubereien und schlug einen Ton an, der den Unwillen der Kameraden eher noch steigerte. Er verschanzte sich hinter Unwissenheit und Nichtzuständigkeit und kehrte statt eines fürsorgenden Vorgesetzten den "Diktator" heraus. So gibt er bekannt, daß ihm Kameraden mit 20, 25 und sogar 32 Dienstjahren gar  nichts bedeuten: " Wer gehen will kann gehen !"

Erst einige Zwischenrufe brachten Sachlichkeit in seine Ausführungen, jedoch blieb er dabei, daß man die Zustände als gegebene Tatsachen hinnehmen müsste.

Die Bürgermeisterin Frau Scholz kritisierte die Auffassung des Kameraden Gartenschläger bezüglich der "kleinen Sorgen"

Sie versprach, wenn auch keine finanzielle Hilfe in Aussicht stand, die Feuerwehr in jeder Hinsicht zu unterstützen. Die Brandschutzkommission wird schnellstens gebildet und der Kamerad Kowalski ständiges Mitglied, der Flügel unverzüglich entfernt, und an markanten Plätzen werden Schilder mit den Notrufnummern und den wichtigsten Adressen im Notfall angebracht. In gleicher Weise äußerte sich der Vertreter der Blockparteien und gab den Rat, in Zukunft nicht wieder soviel Zündstoff anzusammeln, sondern sich mit Problemen gleich an die Blockparteien zu wenden.

Selbst im Schlusswort ließ Kamerad Gartenschläger erkennen, daß er aus allen Ausführungen nichts gelernt hatte und betonte ausdrücklich, daß seine Macht so groß sei, daß er jederzeit die große mechanische Leiter holen lassen könnte.

 

Die Magirusleiter von 1913 bis 1962 leistete Sie gute Dienste

 

 

Der Kamerad Kowalski hatte Mühe, die Versammlung in Ruhe zu schließen, nachdem bereits vorher einige Kameraden die Versammlung verlassen hatten, jedoch war damit die Selbstauflösung der Wehr verhindert worden.

Die Übungseinsätze am Freitag wurden durch Kamerad Kowalski regelmäßig weitergeführt, und es waren jährlich im Durchschnitt 20 bis 25 Einsätze verschiedenster Art zu bewältigen.

Im Dezember 1953 ereignete sich ein schwerer Unfall.

Auszug aus dem Dienstbuch: Am Sonntag, den 13.12.53, Unfallalarm um 11.45 Uhr, ausgerückt um 11 Uhr 53 Min. Ursache: PKW an der Ortsschranke von der S-Bahn erfasst, infolge Offenstehens der Bahnschranke. Es wurden die Insassen des PKW, 4 Verletzte, 2 Frauen 2 Männer, zum Krankenhaus nach KW transportiert, ferner nach Abnahme des Unfallobjektes durch die Behörden erfolgte Abschleppung des beschädigten Fahrzeuges Unterstellung bei Grahlow. Anwesend waren: Kowalski, Berlin, Mohaupt, H.Weinlich, B.Schmidt, B.Krüger, Fink, Klein, Rückkehr zum Depot: 15 Uhr 30 Min. Benzinverbrauch 15 Liter ½ Liter Öl

Im Juni 1959 mußten die Kameraden ihr Können beim Brand im Eichwalder Holzbau unter Beweis stellen. Trotz unermüdlichen Einsatzes in Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren wurden ca. 50% des Betriebes zerstört. Von  4.15 Uhr bis 12.30 Uhr kämpften die Kameraden gegen die Flammen, und erst um 17.00 Uhr waren die Schläuche gereinigt und das Fahrzeug wieder vollständig bestückt. Im Einsatz waren die Kameraden M. Kowalski, E. Kowalski, Berger, Berlin, Krüger, Pangratz, E. Lewerenz, B. Schmidt, Brock, Kley, Winskowski, Scholz, Bergmann, Döpke, Haase, Hoell, A. Mohaupt, M. Klemm.

Das Jahr 1959 ist auch ein Jubiläumsjahr für die FFW Eichwalde und zum 65. wird gefeiert.

Sonnabend 25. Juli 1959,

Große Werbungs- und Aufklärungsschau im und am Gerätehaus von 14.00 bis 18.00 Uhr, Feuerwehrball im Gesellschaftshaus von 20.00 bis 4.00 Uhr,

Sonntag 26.Juli 1959,

Eintreffen der auswärtigen Wehren, Flaggenhissung und Vorführungen aller Art 9.30 Uhr, Festsitzung im Gesellschaftshaus 11.00 bis 12.00 Uhr.

Ein Festumzug und ein Gartenkonzert mit Freitanz bis 24.00 Uhr schloß die Feierlichkeiten.

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Buntes Treiben vor dem Depot zur 65 Jahrfeier im Jahre 1959

 

Im September 1959 starb nach schwerer Krankheit der Kamerad Brandmeister Kowalski. Seine Nachfolge trat der Kamerad Hermann Berger  am 15.9.1959 an.

Anfang der sechziger Jahre wurde die Forderung der Kameraden an die Gemeinde, für sanitäre Einrichtungen zu sorgen immer lauter. Die einzige Möglichkeit, sich nach einem Einsatz zu waschen, war eine kleine Emailschüssel, die benutzt werden konnte, wenn man Wasser hatte. Bis zu einer Änderung sollten noch einmal fast 20 Jahre vergehen. Nachdem in der Schule neue Toiletten geschaffen wurden, bekam die Feuerwehr die ehemalige Jungentoilette auf dem Wirtschaftshof zur Verfügung gestellt.

Ständig wurde der schlechte Zustand des Schlauchmaterials kritisiert ( bis in die 70er Jahre wurden noch Hanfschläuche ohne Gummierung benutzt ), und oft musste der Schlauchwart Unterbestand an Schlauchmaterial bekannt gegeben. Auch die schlechte Ausstattung mit Ausrüstung und Uniformen war ständiges Ärgernis. Der Ausspruch des Kameraden Klein auf der Hauptversammlung vom 28.1.1961: " Wir sind ja nur eine Freiwillige Feuerwehr " führte auf diese Zustände zurück und war lange Zeit  ein historischer Satz.

Der Anstieg der Brände in den Klein- und Mittelbetrieben sowie im Wohnbereich erforderte Anfang der sechziger Jahre eine neue Qualität und höhere Aktivität der Kameraden im vorbeugenden Brandschutz. In fast allen Feuerwehren wurde eine Gruppe vorbeugender Brandschutz gebildet, die neben ihrer operativen Arbeit in der Feuerwehr verstärkt Kleinbetriebe und Wohngebäude auf ausreichenden Brandschutz kontrollierte.

Die " Feurige Isabella " trat 1960 in den wohlverdienten Ruhestand.

Von der Gemeinde wurde am 2.10.1956 ein alter LKW, Baujahr 1936, vom Typ Ford BB für 600,- DM erstanden. Unter Mitwirkung von einigen Spezialbetrieben und den Eichwalder Kameraden wurde der LKW zum Löschfahrzeug umfunktioniert.

Besonders zu erwähnen ist der unermüdliche Einsatz der Kameraden Bernhard Schmidt, Gustav Thiele und Otto Hoell. Wegen des hohen, ständig schwankenden Aufbaus wurde das Löschfahrzeug von den Kameraden die " Turnhalle " genannt. Die " Turnhalle " versah ihren Dienst von 1960 bis 1963.

Das Jahr 1961 brachte der Feuerwehr viel Arbeit. 13 Mal rückt die Feuerwehr aus, um Schadensfeuer zu bekämpfen, in der Hauptsache Busch- und Grasnarbenbrände. 7 Alarme zum Rohrbruch bzw. Kellerauspumpen vervollständigen die Liste.

Im September 1961 verpflichtete man die Feuerwehr, sich an der Grenzbefestigung zu beteiligen. Vom 29.9.1961 bis zum 21.10.1961 wurden mit 9 Kameraden von 6.30 Uhr bis 17.00 sogenannte Pioniereinsätze gefahren.

Der Kamerad Klaus Scholz sorgte in diesem Jahr wieder für einen positiven Höhepunkt und gewann wie schon im letzten Jahr das Sturmleitersteigen. Er verbesserte seine Zeit auf 32,6 Sekunden. Der Kamerad Ofm. J. Schmidt wurde als Jungaktivist 7-Jahrplan ausgezeichnet.



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Urkunde aus dem Jahr 1961

 

  

Im Jahr 1962 verbesserte der Kamerad Scholz seine Zeit noch einmal auf 30,5 Sekunden und erreichte damit nur den 2.Platz im Sturmleitersteigen als Ausgleich belegte die Eichwalder Mannschaft dafür Platz 1 in der 4 x 100m Stafette beim Kreisausscheid.

Mit 12 bekämpften Schadensfeuern, 4 Sturmschäden 2 Wasserschäden und 2 Gasvergiftungen hatte die Eichwalder Feuerwehr auch in diesem Jahr ihre Schlagkraft unter Beweis gestellt.

Am 4. Juli 1963 bekam die Eichwalder Feuerwehr auf Grund gleichbleibend guter Leistungen ein genormtes Fahrzeug vom Typ LO 1800 A Robur.

 

 

 

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Letzte Fahrt für das LF aus dem Eichwalder Depot 1981 - Das Fahrzeug ging in den Südkreis

 



Mit diesem Fahrzeug erreichte die Feuerwehr Eichwalde regelmäßig ausgezeichnete Noten bei den Fahrzeugappellen, was nicht zuletzt auf die ständige Unterstützung durch Herrn Dörflinger zurückzuführen ist.

In den sechziger Jahren fanden auch viele junge Menschen in die Reihen der Freiwilligen Feuerwehr Eichwalde, und Generationszwistigkeiten blieben somit nicht aus. So sagte der Kamerad A. Mohaupt: " Die Wehr ist nur noch ein Club Halbstarker ! "

Immer öfter wurde gerade durch die jungen Kameraden die Frage gestellt, warum jeden Verein, und in der Hauptsache dem Jugendclub, Unsummen an finanzieller Unterstützung zuflossen und wie es der Kamerad Klein formulierte: " Für die Feuerwehr nur die Brosamen von des Herren Tisch übrigblieben. "

Die Erinnerung an die Statuten der Feuerwehr und an das Brandschutzgesetz brachten bislang die Bürgermeister immer dazu, Besserung zu versprechen. Am Ende blieb alles beim Alten.

Nach 47 Dienstjahren wurde der Kamerad Löschmeister Pangratz 1963 zum Ehrenmitglied ernannt. Der großzügige Dank der Gemeinde war ein Alpenveilchen, überreicht durch Bürgermeister Wilde.

Im Winter 1963 konnte die Gemeinde 180,- DM für eine Reparatur nicht aufbringen, und das führte zu einem geplatzten Heizkessel und ca. 600,- DM Schaden.

Das Jahr 1964 ist durch zahlreiche Flächenbrände gekennzeichnet: 27.2.1964 Flächenbrand in der Puschkinallee 19, 8.3.1964 Flächenbrand in der Bahnhofstraße 30, 9.3.1964 Flächenbrand in der Fontaneallee 52, 16.3.1964 Buschbrand an der Nordschranke, 16.3.1964 Flächenbrand in der Schmöckwitzer Straße Ecke Am Graben, 25.3.1964 Flächenbrand in Schulzendorf in der Karl -  Liebknecht -  Straße ...

In der Zeit vom 16. bis 18. Mai kontrollierte die Feuerwehr die Quartiere der Teilnehmer des Deutschlandtreffens.

Das Wochenende vom 13. Juni ist ein Höhepunkt im Jahr 1964 die Feuerwehr begeht ihr 70jähriges Jubiläum, und gleichzeitig findet das Rosenfest statt. Aus diesem Grunde findet die Wirkungsbereichstagung in Eichwalde statt, und die FFW wird auf dieser Versammlung geehrt. Ein Feuerwerk am Abend des 14.6.1964 sollte einen würdigen Ausklang geben und den Tag in Ruhe beschließen. Jedoch kam an diesem Abend ein Gewitter auf und zerstörte in Schulzendorf eine Lichtleitung, so daß die Feuerwehr an diesem Abend ausrücken musste.

Im Jahre 1964 beauftragte der Wehrleiter Hermann Berger den Kamerad Manfred Gerdes, die Jugendarbeit in der Feuerwehr aufzubauen. Die Arbeitsgemeinschaft " Junge Brandschutzhelfer " gründetet sich mit der Aufgabe, Jugendliche für die Arbeit in der Feuerwehr zu interessieren und darauf vorzubereiten. Theoretisches Wissen wurde vermittelt.

Es wurde praktisch geübt, und auch Spiele kamen nicht zu kurz.

Im September hilft die Feuerwehr bei der Vorbereitung des 15 Jahrestages der DDR, es wurden Transparente aufgehängt. Am Fackelzug und dem Feuerwerk zum 7. Oktober nahmen viele Kameraden teil.

Eine Alarmübung im Rahmen der Herbstinspektion, eine Einsatzübung der Brandschutzeinheit zum Materiallager Kablow und ein Verkehrunfall am 24.12.1964 beschlossen das Jahr. Bei der Herbstinspektion errang die Feuerwehr den 2. Platz

Die Stärke der Wehr betrug 1965 nur 33 Kameraden. Die geforderte Sollstärke hingegen war auf 60 Mann festgesetzt. Der Beschluss der Gemeinde, 35 Kameraden für die Wehr zu werben, blieb nur ein Beschluß. Diese Erfolglosigkeit führte zu einer Intensivierung der Arbeit mit den  " Jungen Brandschutzhelfern " was die einzige Möglichkeit zur Nachwuchsgewinnung war. Die Eichwalder Wehr nahm an den Gruppenwettkämpfen teil. Beim Kreisausscheid in Pätz wurde am 24.4.1965 der 1. Platz erkämpft.

In diesem Jahr sicherte die Feuerwehr den Fackelzug anlässlich des 20. Jahrestages der Befreiung ab, und auch bei der Autobahnsperrung während der Friedensfahrt waren die Eichwalder Kameraden eingesetzt.

Beim Ausscheid im Gruppenwettkampf der Leistungsvergleichsgruppe Mitte des Bezirkes Potsdam am 16.5.1965 errang die Gruppe der Eichwalder Wehr den 2. Platz in der Klasse LF8 / LKW und bei den Kreismeisterschaften am 30.5.1965 den 1. Platz im Feuerwehrkampfsport.

1966 wurde an diese Tradition angeknüpft. In der 4 x 100m Stafette belegte die Eichwalder Feuerwehr die Plätze 2 und 3 beim Kreisausscheid. Die Stafette mit dem Kameraden Hauptfeuerwehrmann Scholz, Oberfeuerwehrmann Flaschmann, Feuerwehrmann Haase II und Feuerwehrmann Kohnke holte beim Bezirksausscheid in Ludwigsfelde den 1.Platz für die Eichwalder Feuerwehr.

Am 22.5.1967 läuft der Kamerad Hfm. Gerdes die 100m - Hindernisbahn in 40 Sekunden und erhielt den 2. Platz für seine Leistung. Auch 1968 knüpfte man an diese Erfolge an. Die beiden Eichwalder Mannschaften sicherten sich Platz 1 und 2 beim Kreisausscheid am 12. Mai.

Für das Nationale Aufbauwerk NAW kam in diesem Jahr ein Objekt abgerechnet werden, das besonders für die Jüngsten in Eichwalde gedacht ist. In 18 Stunden Aufbauarbeit wurde für den Kindergarten durch die Kameraden Gerdes und Scholz die Eisenbahn im Kindergarten errichtet.

Das Jahr 1969 brachte besonders viele Erfolge im Kampfsport mit sich. Am 14.5.1969 Platz 2 beim Wirkungsbereichsausscheid im Gruppenwettkampf und Platz 2 im Schnelligkeitswettkampf  der Feuerwehr, Platz 1 in der 4 x 100m Staffel für die erste Mannschaft der FFW Eichwalde, den ersten Platz beim Wirkungsbereichsausscheid in der 100m Hindernisbahn durch Oberfeuerwehrmann Kohnke in 34,4 Sekunden sowie die Plätze 1, 2 und 3 im Sturmleitersteigen. Beim Kreisausscheid wurde durch den Kameraden Klaus Scholz ebenfalls der 1. Platz im Sturmleitersteigen erkämpft.

Anfang der siebziger Jahre wurde auch in Eichwalde eine Gruppe für den vorbeugenden Brandschutz gebildet. Diese Tätigkeit führten meist die älteren, erfahrenen Kameraden aus. Aber auch die Frauen bildete man für den vorbeugenden Brandschutz aus. Mit dem Einsatz der Kameraden Meinhard Reimann und Helmut Schulze im Jahre 1975 wurde der Grundstein für die kontinuierliche Arbeit in der Brandschutzgruppe gelegt. In diesem Jahr wurden 142 Kontrollen abgerechnet. In den siebziger Jahren hatte auch die Arbeitsgemeinschaft " Junge Brandschutzhelfer " einen guten Zuspruch. 1970 kamen Norbert Ramser und  Uwe Beier 1971 Uwe Strohschein und Monika Samulionis und 1972 Elke Thoms in die Arbeitsgemeinschaft. Diese Kameraden übernahmen später dann auch selbst die Leitung der Arbeitsgemeinschaft. 1974 wurde mit der Schule eine Vereinbarung über die Führung der " Jungen Brandschutzhelfer " getroffen. Darin wurde unter anderem festgelegt, daß die Arbeitsgemeinschaft sich mit einem Exponat an der MMM ( Messe der Meister von Morgen ) beteiligt und daß es für den Leiter der Arbeitsgemeinschaft eine finanzielle Entschädigung von 7,- DM für jede geleistete Stunde gibt.

Eine schwere Probe war der Einsatz beim Flugzeugabsturz 1972, wo die Kameraden eingesetzt waren, die Folgen des Unglücks zu beseitigen. Und auch die schweren Stürme im Herbst brachten noch einmal reichlich Arbeit für die Kameraden. Die evangelische Kirchengemeinde hatte 1973 ein schweres Schadensfeuer im Pfarrhaus, bei dessen Bekämpfung die Feuerwehr tatkräftig im Einsatz war.

Schon wenig später sollte die evangelische Kirchengemeinde wieder einen Schaden erleiden. 1976 wurde durch einen schweren Sturm das schmiedeeiserne Kreuz vom Turm gestürzt. Um alle Sturmschäden im Ort zu beseitigen, war die Feuerwehr viele Stunden im Einsatz.

1977 übernahm die Kameradin Monika Samulionis die Arbeitsgemeinschaft, die sie 7 Jahre lang leitete. Unter ihrer Leitung wurden die Kameradin Kerstin Reimann und der Kamerad Björn Groß in die Wehr übernommen.

Das Jahr 1980 muß besondere Erwähnung finden. Als erstes Feuerwehrehepaar gingen Elke und Gerhard Thoms in die Geschichte unserer Wehr ein.

Zu den weniger schönen Eintragungen in unserer Chronik gehört auch diese: 19.10.1980 15.50 Uhr.- Kamerad Urban und Kamerad Thoms stellen einen Einbruch fest. Eintreffen der Polizeistreife um 16.10 Uhr.

Im Oktober 1981 wurden Reparaturarbeiten am Schlauchturm durch die Eichwalder Firma Sperling ausgeführt.

Von den Schülern hatte sich wohl niemand träumen lassen, daß die Textzeile " Hurra hurra die Schule brennt ", aus einem Song der Gruppe Extrabreit in Eichwalde einmal Realität werden könnte.

Am 26.Oktober 1981 wurden wir alle eines Besseren belehrt. Der Dachstuhl der Schule stand in Flammen. Glücklicherweise hatten an diesem Tag, unmittelbar nach den Herbstferien noch nicht alle Klassen zur ersten Stunde Unterricht.

Die Bekämpfung des Dachstuhlbrandes in der Eichwalder Schule war ein Beispiel für das hervorragende Zusammenwirken der angerückten Wehren.

 

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Schulbrand am 26.10.1981

 

21 Jahre nachdem die Wehr ihr erstes genormtes Fahrzeug erhielt, bekam sie wiederum von der Bezirksbehörde der Abteilung Feuerwehr ein LF 8 zugeordnet. Dieses Fahrzeug, auch vom Typ Robur, stellte eine Verbesserung des vorhergehenden dar und war mit einer Vorbaupumpe ausgestattet.

Am 19.5.1984 erkämpfte die Eichwalder Gruppe den 1. Platz beim Wirkungsbereichsausscheid im Löschangriff mit 50,8 Sekunden.

Im August wurde an alte Traditionen anknüpfend das 90jährige Gründungsjubiläum gefeiert mit Vorführungen , eine Ausstellung im Depot und einem Feuerwehrball bis in den nächsten Tag.

 

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Einladungskarte zum Feuerwehrball

 




Aus Anlaß des 35. Jahrestages der Deutschen Demokratischen Republik wurde an Oberbrandmeister Reimann eine Geldprämie von 150,- M für die Gruppe vorbeugender Brandschutz überreicht.

Die Jahresbilanz beinhaltete 234 Kontrollen in Wohnstätten und 104 Kontrollen im Bereich Handel, Versorgung, Handwerk und Volksbildung.

Nach dem 90jährigen Jubiläum der Wehr übernahm der Kamerad Gerhard Thoms die Brandschutzgruppe Wohnstätten. Durch das positive Wirken des Kameraden Thoms wurde die gute Arbeit im vorbeugenden Brandschutz noch ausgebaut. Im Jahre 1988 konnte mit 505 Kontrollen das beste Ergebnis abgerechnet werden.

Das leidige Thema Ordnung auf dem Wirtschaftshof der Schule brachte sich 1985 wieder deutlich in Erinnerung. Im Juni löschte die Feuerwehr gleich zweimal die brennenden Kohlen auf dem Wirtschaftshof.

Im September 1985 belegte die Feuerwehr wieder den 1. Platz im Löschangriff mit 49 Sekunden beim Kreisausscheid in Zeesen.

Am 2.2.1986 wurden die Kameraden zu einem Brand auf dem Holzlagerplatz gerufen. Viele dachten dabei sofort an den großen Brand im Eichwalder Holzbau.

Vor Ort angekommen stellte sich die Meldung als böswillige Alarmierung heraus. Am 22. Februar wurde es dann Ernst. Gegen 20.35 Uhr wurden die Kameraden in die Schmöckwitzer Straße gerufen, um einen Dachstuhlbrand zu bekämpfen.

Bei 10 Grad unter Null war schon die Löschwasserzufuhr ein Problem. Der Hydrant konnte nur durch die Mitwirkung eines Volkspolizisten aufgedreht werden. Ein während des Einsatzes geplatzter Schlauch verwandelte die Straße in eine Eisbahn, auf der ein Kamerad stürzte und verletzt wurde. Das Zusammenspiel der angerückten Feuerwehren funktionierte wieder sehr gut, und die letzten Glutnester wurden von den Eichwalder Kameraden mit einer speziell für diese Zwecke gebauten Löschvorrichtung mit geringerem Querschnitt bekämpft, so daß sich auch der Wasserschaden in geringen Grenzen hielt. Der Einsatz wurde am 23.2.1986 um 1.20 beendet, und bis 7.15 wurde eine Brandwache aufgestellt

Am 22. Juli 1986 kam man im Eichwalder Rathaus zusammen, um mit dem Bürgermeister eine Aussprache zur Brennstofflagerung auf dem Schulhof zu führen. Inzwischen war es soweit, daß die Kohlen manchmal bis an den Steigerturm der Feuerwehr geschüttet waren, und diesem Leichtsinn sollte nach einem Jahr ein Ende gesetzt werden.

Bis in den November hinein verlief das Jahr recht ruhig. Am 12.12.1986 verzeichnete man dann wieder einen recht unangenehmen Einsatz. Gegen 21.45 gab es eine stille Alarmierung. Man rief die Wehr nach Bohnsdorf. Dort war eine Passagiermaschine beim Landeanflug vom Kurs abgekommen und in den Wald gestürzt. Bis zum 13. Dezember 13.00 Uhr waren die Kameraden im Unglücksgebiet eingesetzt. Auch an diesem Beispiel verdeutlichte sich, wie wichtig das regelmäßige Üben des Zusammenspiels im Wirkungsbereich und in der Brandschutzeinheit war.

Das Jahr 1987 kam mit extremer Kälte, und dementsprechend sind im Dienstbuch auch gleich 3 Rohrbrüche im Januar verzeichnet.

Im Februar gab es wieder ein Wasserproblem. Die Feuerwehr wurde durch den Bürgermeister zum S-Bahntunnel alarmiert. Da aber nur ca. 2 cm Wasser vorhanden waren, wurde der Einsatz wegen Geringfügigkeit abgebrochen.

Im Mai holten die Eichwalder Kameraden wieder den Sieg im Löschangriff beim Wirkungsbereichsausscheid.

1988 übernahm Kerstin Reimann mit einem Mitglied die Arbeitsgemeinschaft " Junge Brandschutzhelfer ". Durch den ständigen Wechsel der AG-Leiter und die Tatsache, daß sich lange Zeit gar kein Leiter fand, waren die Mitglieder nach und nach gegangen.

In Zusammenarbeit mit der Schule erhöhte sich die Mitgliederzahl dann wieder.

Zum 1. Mai wurde die Brandschutzgruppe von Bürgermeister Widiger mit einer Geldprämie von 200,- M ausgezeichnet.

Im Juni erkämpfte die gemeinsame Mannschaft von Schulzendorf und Eichwalde den 2. Platz in der Gruppenstafette. Die Eichwalder Männer errangen mit 52 Sekunden den 1. Platz, und gemeinsame Frauenmannschaft von Schulzendorf und Eichwalde holte mit 86,9 Sekunden den 2. Platz beim Wirkungsbereichsausscheid.

Das Jahr 1989 verlief sehr ruhig für die Kameraden. Im Dienstbuch sind nur 7 Einsätze und eine Sirenenstörung verzeichnet.

Allerdings ist am 9.7.1989 wieder ein Schwelbrand in den Brennstoffen der Schule eingetragen. Bevor es zu einer gezielten Auswertung kam, hatte die politische Wende erst mal einen Schlussstrich unter diese Diskussion gesetzt.
Mit dem Einbau einer Gasheizung erledigte sich dieses Thema dann von selbst.

Nach 30 Jahren verantwortungsvoller Tätigkeit als Wehrleiter stellte Kamerad Berger sein Amt zur Verfügung. Von den Kameraden wurde Wilfried Schulze als Nachfolger nominiert.
Die Kameraden haben Hermann Berger als Ehrenwehrleiter in die Reihe der verdienten Kameraden aufgenommen.

Mit dem beginnenden Zerfall der DDR begann sich die Eichwalder Feuerwehr auf die neue Zeit einzustellen. War man in den vergangenen Jahren schon fast an die Ignoranz der Behörden gewöhnt, so hatte man jetzt die Möglichkeit, mit den Problemen der Wehren an die Öffentlichkeit zu treten.

Am 27.1.1990 fand auf Initiative der Eichwalder Feuerwehr eine Demonstration in der Kreisstadt Königs Wusterhausen statt. Gemeinsam mit den Kameraden der anderen Wehren forderten die Kameraden, daß die Wehren politisch unabhängig werden sollten, ein Interessenverband gegründet werden sollte, die Kameraden nicht mehr zum Reservistenwehrdienst gezogen werden sollten und daß das Gebäude der Staatssicherheit in Königs Wusterhausen als zentraler Materialstützpunkt genutzt werden sollte.

An der Verwirklichung dieser Ziele arbeiteten die Eichwalder auch sehr engagiert mit. Der Kamerad Norbert Flaschmann war maßgeblich an der Gründung des Kreisverbandes beteiligt und wurde zu dessen Vorsitzenden gewählt. Der Kamerad Manfred Gerdes übernahm im Landesfeuerwehrverband eine verantwortungsvolle Position.

Als kleiner Erfolg konnte bereits im Vorfeld der Feuerwehrdemonstration die Übergabe des Geräteschuppens im Wirtschaftsgebäude der Gemeinde verbucht werden. Hierdurch war es möglich, einen kleinen Teil der nicht ständig gebrauchten Geräte aus dem längst zu eng gewordenen Depot auszulagern.

Die Zahl der Brandschutzkontrollen war seit der Wende auf Null zurückgegangen, was nicht zuletzt am Fehlen gesetzlicher Regelungen lag.

In der Zeit vom Juni 1975 bis zur Wende wurden unter Leitung des Kameraden Meinhard Reimann und seines Stellvertreters, Kameraden Gerhard Thoms und des Kameraden Helmut Schulze 5018 Kontrollen unter Mithilfe der gesamten Feuerwehr und einiger engagierter Bürger geleistet. Während dieser Zeit sind die Brände in Kleinbetrieben und Wohnstätten viele Jahre auf Null zurückgegangen, bzw. es ereigneten sich nur einzelne Schadensfeuer mit geringer Schadenssumme.

Mit den neuen Brandschutzgesetzen haben wir uns vom vorbeugenden Brandschutz so wie wir ihn kannten verabschiedet.

Als Leiter der Brandschutzgruppe möchte sich der Kamerad Meinhard Reimann an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden Kameraden und Bürgern für die viele Mühe und Arbeit im vorbeugenden Brandschutz bedanken.

Trotz weiterhin schwieriger Arbeitsbedingungen blieb die Feuerwehr in ihrem Kern bestehen, jedoch beschloß man auf der Dienstversammlung am 15.2.1990 sich von einigen Kameraden, die als Karteileichen durch die Bücher geisterten zu trennen. Der erfreuliche Höhepunkt dieser Dienstversammlung war die Ernennung des Kameraden Ralf Ulrich zum Ehrenmitglied.

Ein historisches Datum für die Feuerwehr ist der 21.3.1990. An diesem Tage fiel der Ratsbeschluß über das Baugelände für das neue Feuerwehrdepot auf dem Gemeindegrundstück.

Die Freude hielt leider nicht lange an, denn kaum wurde der Beschluß gefasst, gab es auch schon Pläne, auf dem Gelände einen Supermarkt entstehen zu lassen. Nachdem die Kameraden nun schon viele Rückschläge haben hinnehmen müssen, wurde wieder in die Offensive gegangen.

Am 5.4.1990 wurde eine Unterschriftensammlung gestartet, und der Wille der Eichwalder Bürger dokumentiert, auf dem Rathausgelände eine neue Feuerwache entstehen zu lassen.

So schnell wie die Supermarktpläne da waren, so schnell waren sie auch wieder vergessen und das Grundstück blieb für den vorgesehenen Zweck reserviert. In dieser Zeit gibt es bei vielen Feuerwehren enorme Probleme mit dem Personalbestand. Anders in Eichwalde, im April 1990 wurden 5 neue Kameraden in die Wehr aufgenommen.

Durch die Öffnung der Grenzen war es möglich, Kontakte zu anderen Wehren in der BRD aufzunehmen.
Aus allen anfänglichen Kontakten erwies sich die Verbindung nach Schechingen als die fruchtbarste, und der Besuch der Schechinger Kameraden im April 1990 legte einen Grundstein zu einer festen Freundschaft zwischen den Wehren.

Die festliche Dienstversammlung in der HOG Stern und der Kameradschaftsabend im Café am See wird allen Kameraden noch viele Jahre in Erinnerung bleiben.

Im Mai 1990 erkämpften die Eichwalder Frauen beim Wirkungsbereichsausscheid den 2. Platz im Feuerwehrkampfsport.

Günter Nowy, der den ersten Kontakt herstellte, wurde am 21.6.1990 in unserer Dienstversammlung im Rathaus als Ehrenfeuerwehrmann in die Reihen der Eichwalder Feuerwehr aufgenommen.

Auf dieser Dienstversammlung wurde auch die Wehrleitung für die nächste Amtsperiode gewählt, und die Kameraden beschlossen, das der alte Titel Wehrleiter nicht gegen die in der Diskussion befindlichen Vorschläge Kommandante bzw. Wehrführer ersetzt wird.

Im Ergebnis der Wahl wird Wilfried Schulze wieder zum Wehrleiter gewählt. In der folgenden Zeit verließen uns dann leider 5 Kameraden, die unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr mitarbeiten wollten.

Ende Oktober rückten auch eventuelle Herbststürme wieder ins Gesichtsfeld der Kameraden. Als Verstärkung für unsere altgediente polnische Kettensäge übergab der Kamerad Strübing am 1.11.1990 eine moderne Kettensäge an die Feuerwehr.

Am 18.1.1990 begann die Reihe der Einsätze mit einem harmlosen Stubbenbrand und fand mit dem Brand in der katholischen Kirche am 17.2.1991 ihre Fortsetzung. Göttlicher Fügung ist es zu verdanken, daß der Pfarrer mitten in der Nacht aus dem Fenster schaute und sofort die Feuerwehr alarmierte. Ein gefrorener und defekter Hydrantendeckel musste zunächst aus dem Weg geräumt werden und ließ die Kameraden erkennen, welche guten Dienste ein Tanker in einem beheizten Depot geleistet hätte. Die Löscharbeiten gingen dann jedoch zügig voran. Eine zugeführte Drehleiter aus Berlin ( Rudow )gestaltete den Außenangriff effektiv, und wenig später wurde auch ein Innenangriff geführt, so daß das Schlimmste verhindert werden konnte und das Feuer sich nicht auf das übrige Gebäude ausbreitete.

Nachdem die Arbeitsgemeinschaft " Junge Brandschutzhelfer " jetzt nicht mehr unter der Schirmherrschaft der Schule weiterlief, wurde in Eichwalde eine eigenständige Jugendfeuerwehr  gegründet.

Am 23.3.1991 wurde erstmals eine Jugendfeuerwehrordnung aufgestellt und die Kameradin Kerstin Reimann, die bis dahin die Arbeitsgemeinschaft leitete zum Jugendfeuerwehrwart gewählt. Durch die ehemalige Arbeitsgemeinschaft kamen die Kameradinnen Nicole Erdmann und Kerstin Strohschein und die Kameraden Frank Lehmann und Rene Rosenthal in die Reihen der Feuerwehr. Inzwischen ist die Jugendfeuerwehr ein fester Bestandteil der Eichwalder Feuerwehr und wurde mit einem eigenen TSA ausgestattet.

Seit dem Ratsbeschluß über die Bereitstellung des Grundstückes zum Bau eines Depots ist schon wieder ein Jahr ins Land gegangen. Diese Tatsache nahmen 4 Kameraden am 27.6.1991 zum Anlaß den alten Aufenthaltsraum im alten Depot zu renovieren, daß die Kameraden noch mehr als 2 Jahre " Freude " am neugestalteten Aufenthaltsraum haben würden, hat sich damals keiner ausgemalt.

Um das Feuerlöschwesen im Ort noch gezielter voranzubringen und auch alte Traditionen wieder aufleben zu lassen, wurde am 3. Oktober 1991 der Eichwalder Feuerwehrverein gegründet. Dadurch ist jetzt ein Sammelbecken für alle Freunde der Feuerwehr, die nicht aktiv am Dienst teilnehmen wollen geschaffen

Gründungsversammlung des Feuerwehrvereins am 3. Oktober 1991

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Durch Auflösung vieler betrieblicher Feuerwehren konnte ein Tanklöschfahrzeug vom Typ W50 günstig erstanden werden.

Im Sommer 1992 leistete dieses Fahrzeug bei der Bekämpfung des großen Waldbrandes bei Friedersdorf gute Dienste.

Das Jahr 1992 begann mit einem nicht alltäglichen Einsatz. Am 13.1.1992 wurde in Schulzendorf durch einen Bagger eine Gashochdruckleitung beschädigt, und auch Stunden später war es nicht möglich, das Gas abzustellen. Das Zischen der Gasleitung war bis zum Eichwalder Bahnhof zu hören, und der Gasgeruch hatte sich inzwischen bis Eichwalde ausgebreitet. Nachdem bereits einige Stunden das Gas ausströmte, wurde um 16.24 Uhr die Eichwalder Feuerwehr alarmiert mit der Aufgabe, das Gebiet in Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren weiträumig abzuriegeln. In Sichtweite konnte man das Ausmaß des Schadens erahnen - die Bäume wurden durch den Druck des Gases beiseite gedrückt. Eine Evakuierung war dann jedoch nicht erforderlich und um 18.35 Uhr konnte der Einsatz abgeschlossen werden - ohne weitere Folgen !

Im März 1992 machte sich die Feuerwehr ein Bild davon wie schwierig es ist ein totes Reh fachmännisch zu entsorgen. Hatte die Bergung aus dem Zaun nur 10 Minuten gedauert, nahm das Auskundschaften der zuständigen Behörde noch eine gute Stunde in Anspruch.

Angeregt durch die jüngeren Kameraden der Wehr wurden am 6.6.1992 ein Feuerwehrfamilientag durchgeführt. Unter dem Motto - Feuerwehr für alle - Feuerwehr zum Anfassen - stellte sich die Feuerwehr den Bürgern vor.

War das Vorhaben von anfänglicher Skepsis begleitet, konnte man danach von einem guten Erfolg sprechen, und es stand fest, daß das nicht das letzte selbständige Feuerwehrfest sein würde.

Mit der Währungsunion kamen auch Verkehrsunfälle im stärkeren Maße in das Aufgabengebiet der Feuerwehr. Diesen Aspekt berücksichtigte die Wehr mit der Anschaffung von Stromaggregat, Schere und Spreizer. Am 16.6.1992 wurden die Kameraden an diesen Geräten eingewiesen, und an den folgenden Dienstabenden wurde in 2 Gruppen an Autowracks, die die Firma Widiger zur Verfügung stellte, geübt.

Mit Beginn des Schuljahres 1992/93 tauchte ein neues Phänomen in den Dienstbüchern auf. Stand da doch geschrieben: 15.9.1992 Bombendrohung in der Schule Eichwalde.

Die Ermittlungen der Behörden blieben erfolglos, und man sah zunächst kein Mittel dagegen, bis die Lehrer der Schule auf die Idee kamen die ausgefallenen Stunden am Nachmittag nachzuholen. Das Phänomen " Bombendrohung " war genauso schnell verschwunden, wie es gekommen war.

Am 29.10.1992 werfen große Ereignisse ihre Schatten voraus. Der im Januar 1990 bezogene Geräteschuppen im Wirtschaftsgebäude wird wieder geräumt, wenig später wird das alte Gebäude abgerissen - Baufreiheit für das neue Depot.

Als Ereignis ganz besonderer Art ist den Kameraden die Grundsteinlegung für das neue Depot in der Goethestraße 2 am 5.12.1992 im Gedächtnis. Nachdem bereits über 10 Jahre alle Vorschläge und Initiativen zur Verwirklichung des Projektes offenbar auf taube Ohren stießen, war die Grundsteinlegung zum neuen Depot ein beachtlicher Erfolg.

Unter ständiger Mitarbeit der Kameraden ging es auf dem Bau gut voran, so daß am 21.8.1993 das Richtfest gefeiert werden konnte.

Trotzdem ging das Vorhaben schon 1993 im neunen Depot zu arbeiten nicht in Erfüllung. Erst am 1. Mai 1994 wurde das Gebäude mit einem Gesamtwert von 1.476.570,- DM feierlich durch den Bürgermeister Dieter Klischies übergeben.

Für die zu dieser Zeit  aktiven 6 Kameradinnen und 27 Kameraden war dieser Moment sicher ein Höhepunkt ihrer Dienstzeit. Für viele Kameradinnen und Kameraden wurde ein mehr als 10 Jahre erkämpfter Traum Wirklichkeit.

Seit diesem Tage konnte auch die Jugendfeuerwehr einen eigenen Jugendfeuerwehrraum ihr eigen nennen und auch die Uniformen, mit denen die Jugendfeuerwehr inzwischen ausgestattet worden war, wurden zu diesem festlichen Anlaß in Dienst gestellt.

Mit Stolz konnte die Kameradin Kerstin Reimann auf die unter ihrer  Leitung erzielten Ergebnisse verweisen; die Jugendfeuerwehr hatte inzwischen 21 Jungen und Mädchen als Mitglieder in ihre Reihen aufgenommen.

Durch die Kameraden wurden beim Bau ca. 1700 Stunden Aufbauarbeit geleistet. Eichwalder Firmen beteiligten sich am Bau  und schafften zum Teil unentgeltlich große Werte. Die Kameraden Wilfried Schulze und Jürgen Strübing stellten ihre Firmen oft in den Dienst der Feuerwehr. Die Installation der wasserführenden Armaturen, der Einbau der Heizung, der Einbau der Schließanlage, Erdarbeiten und Fällarbeiten sind zu erwähnen. Auch andere Eichwalder Firmen wie die Elektrofirma Preuß, Fliesenbau Wilfried Haase, Baufirma Horst Hopp , Malermeister Meyer und die Wildauer Scholz Bausanierung GmbH handelten in gleicher Weise und trugen zum Gelingen des Baus bei.

Durch seine künstlerisch wertvolle Arbeit setzte Manfred Donner mit zwei Wandmalereien den i-Punkt auf das gelungene Bauwerk und machte der Feuerwehr damit ein unbezahlbares Geschenk.

Nicht zuletzt sollen hier auch Dankesworte an den Eichwalder Feuerwehrverein e.V. und seine Mitglieder gerichtet werden. Der Dank aller Kameraden gilt auch allen engagierten Bürgern, die, angefangen mit ihrer Unterschrift, bei unserem Kampf um das Baugrundstück, bis hin zu Sach- und Geldspenden dieses Werk mit ermöglicht haben.

Die alte Wache - nichts bleibt zurück - außer Erinnerungen



Aus der neuen Feuerwache startete die Feuerwehr zu einer technischen Hilfe an der Südschranke, einem Einsatz der vielen Kameraden in Erinnerung geblieben ist. Daß sich die Südschranke noch öfter in Erinnerung bringen würde ahnten die Kameraden damals noch nicht.
Mit einem Zimmerbrand in der Heinrich - Heine - Allee endete dann der erste Monat in unserem neuen Haus.
Nun wurde mit voller Kraft weitergearbeitet um dem 100. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr einen festlichen Rahmen zu geben.
Erfahrungen mit einem Volksfest in dieser Größenordnung wie wir es uns vorgestellt haben hatte noch niemand. Schon gar nicht in der jetzigen Zeit. So kam es dass wir große Vorstellungen hatten und Mut genug es anzupacken. Großzügige Sponsoren , hilfsbereite Eichwalder, Firmen die gute Preise gemacht haben oder vieles kostenlos organisiert haben unsere Partnerfeuerwehren und viele viele Stunden die die Kameraden und auch die Frauen geleistet haben, machten aus dem ersten Septemberwochenende drei unvergessliche Tage.
Der Empfang für unsere Partnerwehren eine würdevolle Festsitzung im Saal des Feuerwehrhauses und ein Feuerwerk waren ein gelungener Auftakt für den ersten Festtag. Schon beim ersten Antreten zur Eröffnung machte das gemeinsame Auftreten mit unseren Partnerwehren einen mächtigen Eindruck auf unsere Eichwalder -  besonders die Feuerwehrleute aus Österreich fielen durch ihre Uniformen auf.

Der Umzug durch den Ort der dann noch von Löschfahrzeugen und Drehleitern aus der Nachbarschaft und dem Gespann aus Prieros verstärkt wurde war sicher für alle Eichwalder ein Erlebnis. Schon am Nachmittag wurden alle Besucher durch die Schuhplattler überrascht - Ein spezielles Geschenk unserer Partnerfeuerwehr aus Uttendorf.
Auch das es ein Festzelt gab war neu und nicht nur die Schuhplattler und Wilfried Schulze mit der geschenkten Teufelsgeige trugen dazu bei dass, es dort hoch her ging bis es wieder hell wurde.
Nachdem unser 100. Geburtstag am Sonntag dann sein Ende fand und ein älterer Herr mir am Rande sagte "so was hat es seit dem Krieg hier nicht mehr gegeben !" wusste ich zwar nicht ob da vielleicht etwas Übertreibung dabei war - aber es war klar das dieses Fest für alle einfach super war.

Mit diesem Fest hat die Feuerwehr  einen Maßstab gesetzt, der Anregung zum nachahmen sein sollte.
Das Jahr 1994 endete für die Kameradinnen und Kameraden mit 37 Einsätzen, das Jahr 1995 war mit 46 Einsätzen arbeitsreicher.

Zum Jahresanfang war ein Toter zu beklagen. Ein Bürger setzte vorsätzlich einen PKW in Brand und kam dabei um. Im März wechselte die Wehrleitung, der Kamerad Manfred Gerdes wurde zum Wehrführer gewählt und zu seinen Stellvertretern die Kameraden Gerhard Thoms und Uwe Urban. Seine Amtszeit begann mit einen größeren Einsatz in der Zeuthener Straße. Am 13. April 1995 brannte ein Dachstuhl in voller Ausdehnung, der gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Schulzendorf Zeuthen und Wildau gelöscht wurde.
Mit dem Anbruch der wärmeren Jahreszeit zeigte es sich, dass es der Jugend in Eichwalde offensichtlich an Freizeitmöglichkeiten fehlte. Brennende Papiercontainer wurden zum neuen Trend. Besonders beliebt war der Container am Eichenpark - im Mai waren gleich 4 Einsätze diesen Papiersammelstellen gewidmet. Später löste sich das Problem dadurch, daß die Sammelstellen aufgelöst wurden und sich die Lösung mit den Papiertonnen für die Haushalte durchsetzte.
Im Sommer sorgte die Schranke in der Friedenstraße dafür, dass Eichwalde in fast allen Zeitungen stand und auch das Fernsehen berichtete. Der Anlaß war leider ein sehr trauriger. Zwei LKWs befuhren die Schranke gleichzeitig und kamen nicht aneinander vorbei. Das Manövrieren dauerte zu lange inzwischen hatte sich die Schranke geschlossen und der Regionalexpress fuhr auf den Bahnübergang zu.

Der  Zug fuhr im Zugwendebetrieb d.h. der Lokführer steuerte den Zug vom Führerstand aus  rammte den mit Krangewichten beladenen LKW und die Lok schob von hinten. Als Folge davon verstarb der Lokführer sofort an den Folgen des Unfalls. Zwei der Fünf Waggons entgleisten und unter den rund 70 Mitreisenden waren 22 Verletzte zu beklagen, die in die umliegenden Krankenhäuser gebracht wurden. Außer den  Feuerwehren waren die SEG , der BGS rund 100 Polizisten und 20 Krankenwagenbesatzungen im Einsatz. Nach diesem Ereignis wurde die Schranke für LKWs generell gesperrt.
Im September wurde im Rahmen der Brandschutzwoche ein Aktionstag durchgeführt bei dem allen Eichwaldern die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr näher gebracht werden sollte.
Kerstin Schildberg hatte die Jugendfeuerwehr in letzter Zeit gut vorangebracht , aus famliliären Gründen gab sie das Amt des Jugendwartes an Björn Groß weiter.

Am 7. November wurde die Eichwalder Feuerwehr nach Schulzendorf gerufen in die Buchenallee gerufen um gemeinsam mit den Schulzendorfer Kameraden einen Wohnungsbrand zu löschen.
Im Laufe des Jahres war an einer neuen Satzung für die Feuerwehr gearbeitet worden, die dann am 1.1.1996 in Kraft trat.
Das Jahr 1996 war mit 24 Einsätzen etwas ruhiger und der kurioseste Einsatz bestand darin am 17. Februar rund 6 Stunden lang Wasser von der Waldstraße abzupumpen.
Der Kamerad Björn Groß zog aus Eichwalde weg, da er als Lehrer hier keine dauerhafte Anstellung fand und Elke Thoms übernahm die Jugendfeuerwehr unterstützt von Kerstin Strohschein und Axel Fehrmann.

1997 sind 40 aktive Kameraden Mitglied der Wehr, davon 8 Frauen. Eine wichtige Entscheidung für die Zukunft wird durch die Aufnahme eines Löschfahrzeugs in den Gemeindehaushalt getroffen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat sich weiter verbessert und mit dem DNWAB wird die Pflege der Hydranten abgestimmt. Anläßlich seines 75. Geburtstages wurde Hermann Berger mit der höchsten Feuerwehr-Auszeichnung des Landes Brandenburg, dem Feuerwehrehrenzeichen der Sonderstufe in Gold geehrt.

Feuerwehrausstellung am 7. Juni 1997



Im Herbst fand wieder ein Aktionstag statt und zum ersten Mal wurde der Beste Feuerwehrmann ausgezeichnet. Diese Ehrung bekam Hermann Saupe, weil er ständig und oft auch unbemerkt in seiner Freizeit dafür sorgt, dass unsere Technik trotz ihres Alters immer einsatzbereit ist.
Mit 45 Einsätzen wurde das Jahr 1997 beendet, wobei Technische Hilfeleistung und Ölspurbeseitigung wieder ein wesentlicher Bestandteil waren.
Auf der Jahreshauptversammlung 1998 wurde die Brandschutzkonzeption verabschiedet. Auf dem Gelände des Flughafens Schönefeld wurde eine Großübung durchgeführt mit den Feuerwehren der Umgebung.

Die " Crash 98 " war für die Eichwalder Kameraden eine Möglichkeit das Zusammenspiel der Feuerwehren bei einer Großschadenslage zu trainieren.

Feuerwache im August 1998



Die Weihnachtsfeier  hatte in diesem Jahr einen besonderen Höhepunkt, Gerhard Flatau und Werner Dörflinger werden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Damit startete die Freiwillige Feuerwehr Eichwalde mit 9 aktiven Frauen, 37 aktiven Männern und 6 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung in das Jahr 1999.
Mit einem Brand in der Fontaneallee wurde am 27. Januar der erste größere Einsatz verzeichnet. Ein Kinderzimmer stand in Flammen und die FF Eichwalde war mit 3 Fahrzeugen im Einsatz.
Die Nacht hindurch wurde gelöscht und eine Brandwache blieb bis 8.15 Uhr vor Ort. Am Ende dieses Einsatzes war zum Glück nur Sachschaden ins Protokoll aufzunehmen.

Im Sommer konnten wir unser 105. Jubiläum feiern. Wieder machten wir uns Gedanken ob es ein Volksfest geben sollte. Da wir nun auch das Ausmaß an Organisation kannten wurde entschieden, dass wir uns in das Rosenfest mit einbringen und die Veranstaltung aufwerten z.B. mit einer Schauübung.
Kerstin Strohschein wurde mit der Ehrennadel des Landesjugendverbandes ausgezeichnet.
In diesem Jahr wurden auch alle 200 Hydranten überprüft. Mit 8 Brandeinsätzen, 8 Verkehrsunfällen , 2 Sturmschäden, 2 mal Wasser abpumpen und 3 Alarmierungen ohne Einsatz war 1999 ein ruhiges Jahr mit einer ausgelichenen Mischung. Einer der Brandeinsätze ging zum Chinaimbiss am Bahnhof, zwei 50 Kg Propanflaschen befanden sich an der Rückseite dieses Gebäudes. Die Flaschen konnten rechtzeitig zugedreht werden und das Feuer wurde gelöscht. In einem späteren Einsatz war die gewonnene Ortskenntnis von großem Nutzen.
Mit 6 erfolgreich abgeschlossenen Lehrgängen an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt wurde die Einsatzbereitschaft der Wehr weiter verbessert.

Praxistraining bei der EWE in Friedersdorf



Zum Jahresende gab es dann noch eine Besonderheit. Computerexperten fürchteten dass es beim Jahreswechsel von 1999 zu  2000 Chaos geben könnte, weil die Jahreszahlen zu Beginn des Computerzeitalters zweistellig erfasst wurden. Durch unsere Nähe zum Flughafen und zu Berlin wurde entschieden, dass es eine Sitzbereitschaft in der Wache geben wird.
Das große Chaos fand dann doch nicht statt, für unsere Einsatzgruppe gab es 20 Minuten nach Mitternacht Einsatzalarm zu einem Dachstuhlbrand in die Schillerstraße. Vor Ort ergab dann die Kontrolle nur eine verirrte Rakete. Um sicher zu gehen wurde von innen die Isolierung am Dach geprüft und dann wieder eingerückt.
Die Jugendfeuerwehr sorgte wieder für eine interessante Übung zum Rosenfest.



Neben 2 Katzenrettungen ist den Kameraden im Jahr 2000 auch noch ein besonderer Einsatz im Gedächtnis geblieben. Ein lauter Knall weckte die Eichwalder am 10. August 2000 im nördlichen Teil des Ortes.
Die Feuerwehr wurde zu einer Explosion in die Stubenrauchstraße 52 gerufen. Vor Ort angekommen war zunächst nichts zu erkennen. Der Angriffstrupp erkundete die Wohnung und stellte fest, dass es keine Rauchentwicklung gab und was noch merkwürdiger war, die Fensterscheibe im Zimmer wurde von außen nach innen gedrückt. Im Vorgarten gab es aber auch keine Spuren. Als letzte Möglichkeit wurde im Keller nach einer Ursache gesucht.
Eine Ursache wurde nicht gefunden, aber das Tageslicht drang durch ein kleines Loch im Balkon. Die Kameraden ahnten jetzt was hier abgelaufen ist...
Später wurde dann ermittelt, dass es sich um den Versuch handelte einen Unternehmer mit Sprengstoff an unbezahlte Rechnungen zu erinnern, wobei die Täter nicht ahnten, dass die Wohnung leer war.

Dieses Ereignis brachte Eichwalde wieder in mehrere Zeitungen und noch eine Menge Ermittlungsarbeit für die Polizei.
Eine Einsatzunterstützung führte die Kameraden am 19. September nach Schmöckwitz wo ein Dachstuhlbrand bekämpft wurde.

Nur 6 Tage später gab es wieder einen größeren Einsatz. An der Kreuzung Friedenstraße Wusterhausener Straße ereignete sich ein Verkehrsunfall. Der Spreizer kam zum Einsatz um Verletzte zu befreien und 3 Verletzte wurden dann ins Krankenhaus abtransportiert.
Der Landesfeuerwehrverband feierte im September sein 10-jähriges Jubiläum mit einer würdigen Veranstaltung an der auch die Kameraden der FF Eichwalde teilnahmen.

Wir besuchten mit den Kameraden die Leitstelle in Lübben und konnten ein Stück weit die Praxis der dort tätigen Angehörigen von Feuerwehr und Rettungsdiensten erleben, was sicher ein Beitrag zum gegenseitigen Verständnis war.
In diesem Jahr konnte die Eichwalder Wehr noch ein Ereignis feiern, dass es in der Vergangenheit noch nie gegeben hatte. Zwei Kameraden waren 50 Jahre im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr. Der Kamerad Joachim Lewerenz erreichte dieses Jubiläum als Erster, er trat bereits als Jugendlicher in die Wehr ein. Der Kamerad Meinhard Reimann hatte seinen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt begonnen und erreichte ebenfalls sein 50. Dienstjubiläum.
Unsere Jugendfeuerwehr hatte inzwischen die beachtliche Stärke von 3 Mädchen und 13 Jungen erreicht.
Das Einsatzjahr 2001 Begann mit einer Brandstiftung an einem Schaukasten in der Bahnhofstrasse. Im Laufe des Jahres sollten noch 5 weitere Brandeinsätze folgen , darunter ein Brand von 4 Strohmieten in Wernsdorf. Die 23 technischen Hilfeleistungen bestimmten jedoch das Einsatzgeschehen dieses Jahres. Hervorzuheben wäre ein Einsatz in der Schulzendorfer Straße, wo aus einem Keller ca. 40 m³ Wasser abgepumpt werden mussten.
Zu unser Jahreshauptversammlung hatten wir eine neue Wehrleitung zu wählen und die angenehme Aufgabe Manfred Klemm als Ehrenmitglied in unsere Reihen aufzunehmen.
Im März übergab Manfred Gerdes die Wehrführung an den neu gewählten Wehrführer Gerhardt Thoms.
Mehrere Jubiläen folgten dann im Mai. Am 11. Mai feierte der JUH Kreisverband sein 10 jähriges Bestehen und im Zeichen guter Zusammenarbeit wurde dieses Jubiläum in der Feuerwache gefeiert.
Die Prieroser Kameraden luden uns am 26. Mai zu ihrem 75. Bestehen ein und am nächsten Tag feierten wir mit den Wildauer Kameraden das 100. Jubiläum. Unser LO zeigte mal wieder an, dass er schon recht alt ist und nahm beim Umzug im Schlepp teil.
Zu Pfingsten veranstalteten die Jugendfeuerwehren wieder ein "Pfingsttreffen" und die Feuerwehr nahm am Rosenfest teil.
Im Herbst gab es dann noch mal eine Abwechslung vom Alltagsgeschehen. Am 14.Oktober wurde die Feuerwehr für Filmaufnahmen benötigt. Bisher wurden die Aufnahmen nicht veröffentlicht, da dass Einverständnis der am tatsächlichen Ereignis  beteiligten Personen zur Verfilmung nicht gegeben wurde. Für die Unterstützung gab es eine Spende die für Weitere Anschaffungen im Feuerwehrhaus verwendet wurde.
In das Jahr 2002 starteten wir als schlagkräftige Truppe. Das Brandschutzgesetz sah vor, dass die Wehr eine Einsatzabteilung von 52 Mann haben sollte. Unsere Einsatzabteilung von 8 Kameradinnen und 37 Kameraden löste dennoch alle Aufgaben. Bemerkenswert ist auch dass 19 Kameradinnen und Kameraden jünger als 25 sind. In der Alters- und Ehrenabteilung arbeiten 8 Kameraden mit und stellen immer wieder ihre wertvollen Erfahrungen zur Verfügung.  Die Jugendfeuerwehr bestand aus einer Kameradin und 13 Kameraden, die von der Jugendgruppenleiterin Kerstin Strohschein und Jugendwart Stephan Flöricke betreut wurden. Der Kamerad Flöricke hatte in diesem Jahr einen Lehrgang für Jugendwarte erfolgreich abgeschlossen.
3 Kameraden wurden neu in unsere Reihen aufgenommen und 4 Kameraden wurden wegen permanentem unentschuldigten Fehlen ausgeschlossen. Die Laufbahnordnung sieht dies so vor, da wir als Freiwillige Feuerwehr genau die Professionalität leisten müssen, die von einer Berufsfeuerwehr auch erwartet wird.
Um das zu gewährleisten ist die Ausbildung unser wichtigster Schwerpunkt. Neben den regelmäßigen Diensten jede Woche organisierte der Kamerad Curth auch Kettensägeausbildungen außer der Reihe, die Feuerwehr nahm an einer Alarmierungsübung der Brandschutzeinheit teil und an der Großübung Crash 2002 beteiligten sich die Eichwalder Kameraden.
Vor der Feuerwache wurde eine Linde entfernt, weil die Sicherheit bei Einsätzen so besser gewährleistet ist. Leider mussten dieses Jahr 4800,- EUR aufgewendet um Baumängel am Gebäude zu beseitigen.
Von den 35 Einsätzen dieses Jahres waren 2 größerer Brände und 2 Hochwassereinsätze hervorzuheben. Als Zeitbombe wurde das Gelände von ehemals Innenbaukunst schon sehr oft eingeschätzt, da dieses Areal oft als Abenteuerspielplatz genutzt wurde und in den Hallen viel Krempel abgelagert war.
So kam es dann, dass die Feuerwehr am 18. Februar dorthin alarmiert wurde und mit Unterstützung der Nachbarwehren ein wurde Hallenbrand gelöscht .
Am 16. Mai wiederholte sich dieses Szenario noch einmal.
Zu Pfingsten veranstaltete die Jugendfeuerwehr wieder ihre traditionellen Einsatzübungen, diesmal stand sogar ein PKW zur Verfügung um das Retten eingeklemmter Personen zu üben.

Übung Personenrettung nach einem Verkehrsunfall



Ein heftiger Sommersturm fegte am 10. Juli über Brandenburg und weiter Teile Deutschlands hinweg. In Berlin und verschiedenen Teilen Brandenburgs sah es wie auf dem Schlachtfeld aus. Die Eichwalder Feuerwehr wurde zu 5 Einsätzen auf einmal gerufen und wir konnten dennoch sagen, dass Eichwalde wenig abbekommen hatte.
Ein recht interessanter Einsatz kam am Abend des 12. Juli auf die Kameraden zu. Eine Tierärztin wollte Unterstützung bei Einfangen eines Kakadu, da wir nicht mit dem nötigen Fanggerät ausgerüstet sind wurde dieser Einsatz dann beendet ohne den Vogel einzufangen.
Im Sommer gab es heftige Regenfälle, so wurden wir am 5. August zum Wasser abpumpen in die Schulzendorfer Straße , die Zillestraße , die Puschkinallee und die August - Bebel - Allee gerufen.
Dies sollte nur ein Vorzeichen sein für das was noch kommen sollte, weiter südlich von uns stiegen die Pegel der Flüsse immer weiter an. Die Einsatzkräfte vor Ort benötigten dringend Unterstützung und so fuhr die Freiwillige Feuerwehr Eichwalde vom 14. bis 15. August und vom 20. bis 21. August zur Hochwasserbekämpfung nach Mühlberg / Spaatz.
Die Jugendfeuerwehr beteiligte sich an der Landesmeisterschaft, die in Eichwalde stattfand und zum Kreisfeuerwehrtag fuhr eine Männermannschaft nach Walddrehna.
Im September wurden wir von der Zeuthener Feuerwehr zum 100. Jahrestag der Gründung eingeladen. Am 4. Oktober veranstalteten wir einen Kameradschaftsabend mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schechingen bei uns in der Wache.
Wie in jedem Jahr unterstützte die Feuerwehr die Kitas bei Ihren Festen , die Kirchengemeinde beim Martinsumzug und den Heimatverein beim Rosenfest, dem Weinfest und dem Adventsbasar und 5 Blutspendetermine wurden durchgeführt.
Auch außerhalb der Eichwalder Feuerwehr sind die Kameraden tätig. Bernd Hoffmann ist Kreisausbilder für Maschinisten, Klaus Scholz und René Schildberg waren in der Notfallseelsorge tätig, Kerstin und René Schildberg engagierten sich im Vorstand der Kreisjungendfeuerwehr Wilfried Quaschnik arbeitete im Kreisverband mit, Manfred Gerdes repräsentierte uns im Landesfeuerwehrverband und Gerhardt Thoms kämpfte für die Interessen der Feuerwehren als stellvertretender Kreisbrandmeister des Landkreises Dahme-Spreewald.
Das Jahr 2003 wurde mit einem Brand in einem Baum eingeläutet, ausgelöst durch Feuerwerkskörper die durch ein Astloch ins Innere gelangten. Brände sollten uns noch öfter in diesem Jahr beschäftigen. An dieser Stelle ein Auszug aus dem Einsatzgeschehen.


2003 wurden von der FF Eichwalde 39 Einsätze gefahren
20 Brände
Davon:  Kleinbrände 16
Mittelbrände 2
Großbrände 2
Davon:   Wohnungsbrände 4
Kfz- Brände 2
Gewerbe / Handel 2
 Waldbrände bis 0,99 ha 2
Waldbrände 10 - 99,9 ha 2
Sonstige 8
19 Technische Hilfeleistungen
Davon: Öl auf Straße 4
Verkehrsunfälle 1
Menschen in Not 4
Tierrettung 1
Gas Ausströmung 1
Sturmschäden 4
Wasserschäden 2
Sonstige 2



Der erste große Waldbrand des Jahres führte uns am 14.4.2003 nach Treppendorf in der Nähe von Lübben, hier bestand unsere Aufgabe darin großflächig Glutnester zu bekämpfen gemeinsam mit Feuerwehren die aus dem ganzen Kreisgebiet zur Unterstützung angefordert worden waren. Dieser Einsatz dauerte von 17.35 bis nach 01.00 Uhr.
Zwei kleinere Waldbrände im Grünauer Forst folgten am 21. und 23. April die wir gemeinsam mit der Feuerwehr Zeuthen Miersdorf löschten, bei einem Einsatz war die Berliner Feuerwehr vor Ort und übernahm die Einsatzleitung.
Anfang Mai konnten wir auf ganz besondere Art vorbeugenden Brandschutz leisten. Wir waren eingeladen zur Einweihung des neuen Anglerheims und überreichten den Anglern einen Feuerlöscher verbunden mit dem Wunsch dass alle Angler viel Freude in ihrem Domizil haben sollen.

Glückwünsche an den Anglerverein zur Einweihung des Anglerheims



Am 17. Mai stand im Keller des Hauses Humboldt-Straße 17 ein achtlos abgestelltes Sofa in Flammen, die Tatsache dass beim Ablaze-Verlag im Nachbaraufgang bis in die späte Nacht gearbeitet wurde sorgte dafür, dass der Brand rechtzeitig entdeckt wurde. Herr Schramm unterstütze dann als Ortskundiger die Einsatzkräfte.
Durch diese glücklichen Umstände kamen in den Wohnungen des Aufganges keine Personen zu Schaden.
Wenig später brannte wieder Müll in einem Keller, diesmal in der Schulzendorfer Straße. Am Nachmittag wurde dieser Brand jedoch schnell entdeckt und gemeinsam mit den Schulzendorfer Kameraden vor Ort bekämpft.
Besonders zur Zeit um das Rosenfest herum herrschte turbulentes Einsatzgeschehen und das neben den alljährlichen Aufgaben im Rahmen dieses Festes

   

Freitag 20.6.2003
01:58 Brand Chinaimbiss am Bahnhof bis 6:30
17:51 Technische Hilfe Baum über eine Straße bis 19:15
Sonnabend  21.6.2003
02:29 PKW Brand, Heinrich - Heine - Allee bis 3:30
Sonntag 22.6.2003
04:07 Brand Schuppen, Bahnhofstraße bis 5:15
Montag 23.6.2003
01:06 Brand, Lagerplatz Mozartstraße bis 2:45
19:58 Technische Hilfe Baum über eine Straße bis 20:35



Bei dieser Häufung von Brandeinsätzen wollte niemand mehr an Zufall glauben und die Polizei nahm in allen Fällen die Ermittlungen auf. Auf die Polizeibeamten und auf die Kameraden sollte jedoch noch mehr Arbeit zukommen.
Am 1.7. 2003 gab es einen Schuppenbrand in der Fontaneallee, am 10.7.2003 wurden wir in die Bahnhofstraße gerufen und wir dachten schon es sei ein gutes Omen, dass hier nur das Essen auf dem Herd vergessen wurde.
Es sollte aber noch nicht zu Ende sein am 18.7.2003 gab es in der Nacht gleich 2 Einsätze gegen 0:34 fuhren wir in die Grünauer Straße zu einem Schuppenbrand und gegen 3:31 wurde ein Einsatz in die August - Bebel - Allee gefahren. Diesmal gab es Zeugen, die eine Person erkannt hatten. Die Ermittlungen der Polizei und weitere Hinweise sorgten für ein Ende der Brandserie. Stand heute läuft ein Gerichtsverfahren gegen den Verdächtigen.
Am Vortag waren die Kameraden zu einem Waldbrand nach Rietzneuendorf - Friedrichshof alarmiert worden, die Einsatzdauer betrug über 10 Stunden.
Im September war Kreisfeuerwehrtag in Prieros und Eichwalde nahm mit einer Männermannschaft teil.
Um auch den Ausbildungsstand zu verbessern wurde ein Kettensägeführerlehrgang mit 12 Kameraden durchgeführt. Zwei mal waren die Kameraden auf der Atemschutzstrecke des FTZ in Luckau ein Wochenendausbildungslager mit den Zeuthener Kameraden wurde durchgeführt.
Auch an 2 übungen auf Kreisebene nahm unser TLF16 teil einmal an einer Waldbrandübung der Brandschutzeinheit und einmal an einer übung im Berliner Reifenwerk.
Feuerwehrarbeit besteht nicht nur aus Brandbekämpfung sondern auch der vorbeugende Brandschutz gehört dazu.

Brandschutzkontrollen wie in der DDR üblich gibt es nicht mehr. In Eichwalde sind 36 Objekte aufgelistet die überprüft werden, allein 2003 wurden vom Kamerad Flaschmann - der ausgebildeter Brandschauprüfer ist - 23 Objekte überprüft.
Am 7.12.2003 gab es noch einmal einen schweren Tag für die Kameraden. In den Morgenstunden gab es eine Alarmierung "Person in Not", leider konnte der unter die S-Bahn geratene Zugbegleiter nur noch tot geborgen werden. An diesem Tag spürten wir auch wozu der Personalabbau bei der Polizei führt - es vergingen mehrere Stunden bis Personal für die Spurensicherung vor Ort war.
Am späten Abend gab es dann noch einen Brandeinsatz in der Zeuthener Straße, ein Einfamilienhaus stand in Flammen, die Nacht hindurch wurde mit Unterstützung der Feuerwehren aus Zeuthen und Wildau gelöscht.
Am 11. Dezember wurde in der Grundschule eine Alarmübung durchgeführt und die Gelegenheit gleich genutzt die Jugendfeuerwehr vorzustellen. Dadurch das viele Jugendfeuerwehrleute in die Reihen der Erwachsenen aufgenommen wurden hat die Mitgliederzahl abgenommen.

Grundschule Eichwalde Alarmübung am 11.12.2003



Zum Jahresende gab es dann noch eine " Weihnachtsgeschenk" ein neues MTF wurde übergeben, damit das alte Mannschaftstransportfahrzeug Baujahr 1974 in den Ruhestand gehen konnte. Leider konnte es nicht mehr vor Weihnachten in Dienst gestellt werden, da die Prüfstelle Borkheide keine Termine mehr hatte.
Die Weihnachts- und Silvesterzeit verlief für die Kameraden ruhig und erst am 15. Januar begann das Einsatzjahr mit einer technischen Hilfe.
Es folgten weitere Einsätze dieser Art. Die Feuerwehr bekam inzwischen Besuch von der Waldkita und den Kindern aus dem "Haus der kleinen Strolche". 3 Tage später wurde im Kindergarten in der Uhlandallee eine Alarmübung durchgeführt.

Alarmübung in der Kita Uhlandallee - Alle kleinen Strolche sind in Sicherheit



Inzwischen warf das 110. Jubiläum seine Schatten voraus und alle hatten den Wunsch nach 10 Jahren wieder ein Feuerwerk zu veranstalten. In Zeiten knapper Kassen musste nun eine Lösung her und so gingen die Kameradinnen Franziska Kammer und Monique Wolde sowie die Kameraden Klaus Scholz und Oliver Hein von Haus zu Haus um unser Anliegen unter die Eichwalder zu bringen. Dank vieler Sponsoren konnte die Finanzierung für das Feuerwerk sichergestellt werden.
Im April starb Kamerad Klaus Schulz aus Zeuthen, den viele von uns auch vom Landesverband her kannten. So kam es dass wir am 24. April gleich mehrfach gefordert waren, wir stellten eine Abordnung und das Fahnenkommando für die Trauerfeier übernahmen die Einsatzbereitschaft und haben zugleich im Birkenwäldchen einen lange geplanten Stand betreut um die Finanzen für das Jubiläum aufzubessern.
Mehrere Kameraden hatten in Ihrer Freizeit erfolgreich die Ausbildung zum Truppführer absolviert und fast alle Kameraden haben die erforderliche Funkausbildung absolviert.
In vielen Stunden aufgewendeter Freizeit wurde unter der Leitung von Meinhard Reimann  eine Feuerwehrausstellung geschaffen, die in der Alten Feuerwache zu sehen wird.
Auch wurde ein Festumzug und eine Schauübung organisiert, für die wir uns viele Besucher Wünschen.
Im letzten Abschnitt möchte sich der Autor bei allen Mitwirkenden für die Unterstützung bedanken.
Mein Dank gilt dem bereits verstorbenen Kameraden Karl Koser und Robert Klein, die durch ihre Aufzeichnungen den Grundstein für diese Chronik legten.
Für die verwendeten historischen Aufnahmen bedanke ich mich beim Kamerad Meinhard Reimann.
Für die zur Verfügung gestellten Recherchen aus der jüngeren Vergangenheit gilt mein Dank dem Kameraden Norbert Flaschmann und dem Kamerad Joachim Lewerenz. Für die Unterstützung in den organisatorischen Fragen danke ich der Kameradin Elke Thoms und den Kameraden Gerhard Thoms und Manfred Gerdes. Abschließend sage ich herzlichen Dank an alle Sponsoren, die uns bei unserer Arbeit für die Bevölkerung unterstützt haben und mitgeholfen haben auch dieses Jubiläum zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Ihnen allen viel Erfolg.


Eichwalde 1.6.2004  , Oliver Hein 


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